Mogelei bei der erneuerbaren Energie:
EU-Ziele durch neue Berechnung erreichen

Wie das Nachrichtenmagazin "profil" in seiner aktuellen Ausgabe berichtet, steigt in Österreich der Anteil erneuerbarer Energien am Gesamtverbrauch durch einen Ökoschwindel: Es gibt nicht mehr Förderung für saubere Kraftwerke, sondern neue statistische Berechnungen. Im Zuge des EU-Klimaschutzprogramms hat sich die Bundesregierung Ende 2008 dazu verpflichtet, den Anteil erneuerbarer Energien bis zum Jahr 2020 von 23,3 Prozent auf 34 Prozent zu erhöhen. Doch nun ließen Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner und Umweltminister Niki Berlakovich den Anteil an sauberer Energie nach den EU-Vorgaben von der "Statistik Austria" neu berechnen.

Demnach hat Österreich im Jahr 2005 statt 23,3 schon 26 Prozent erreicht, im Jahr 2007 bereits knapp 29 Prozent. Die grüne Umweltsprecherin Christiane Brunner gegenüber "profil": "Die Regierung darf sich nicht um Maßnahmen zur Energiewende drücken, indem sie irgendwelche neuen Rechenmodelle heranzieht." Der Chef des Photovoltaik-Bundesverbandes, Hans Kronberger, spricht von "Rosstäuschung". "Man kann EU-Ziele nicht dadurch erfüllen, indem man die Statistik nachbessert."

Die Geschichte zur Energie-Mogelei lesen Sie im neuen Profil Nr. 16/09!