Mumok-Direktor Köb will sich ausbreiten:
Erweiterung mit Hilfe der Wiener Kunsthalle

In einem Interview in aktuellen Ausgabe des Nachrichtenmagazins "profil" kündigt der Direktor des Museums Moderner Kunst, Edelbert Köb, gravierende museumspolitische Neuerungen an: Sein Haus soll räumlich erweitert werden. "Nachdem ich Ministerin Claudia Schmied meine verschiedenen Pläne vorgetragen hatte, entschloss sie, dass die Räumlichkeiten der angrenzenden Wiener Kunsthalle vom Mumok übernommen werden und die Kunsthalle eine neue Unterkunft bekommt."

Die Pläne seien bereits sehr konkret und weit fortgeschritten: "Bund und Gemeinde Wien haben Einigung darüber erzielt, dass die Erweiterung für beide Seiten ein erstrebenswertes kulturpolitisches Ziel ist", so Köb. Da das Museum Moderner Kunst vom Bund, die Kunsthalle hingegen von der Stadt Wien subventioniert wird, sind beide Körperschaften involviert.

Ob die Kunsthalle - wie bereits im Herbst 2008 kolportiert - in die Räume des Wiener Künstlerhauses übersiedeln soll, will Köb im "profil"-Interview nicht kommentieren: "Zu welcher Lösung es kommen wird, kann und will ich nicht sagen. Jedenfalls gibt es sehr weit gediehene Verhandlungen und Absprachen zwischen Stadt und Bund. Es wurde mir auch von Seiten des Ministeriums versichert, dass die für eine Erweiterung des Mumok erforderlichen Mittel vorhanden und bereits reserviert wären."

Köbs Vertrag läuft im September 2010 aus. "Unter bestimmten Umständen" würde er ihn gerne verlängern.

Die ganze Geschichte lesen Sie im aktuellen profil 28/09!