Na Mahlzeit!

Elisabeth Gehrers Schulreformideen nach dem PISA-Debakel bestehen im Wesentlichen aus einem Mittagessen für die Schüler. Wenn das kein innovativer Ansatz ist!

Schüssel: A Mittagessen, des von der nahe liegenden Gastronomie geliefert wird? Wer hat di denn auf des bracht?
Gehrer: Die Gastronomie.
Schüssel: Ah ja. Nahe liegend. Aber wie verkauf ma des als großen Reformwurf?
Gehrer: Durch die hervorragend durchdachte Auswahl der Speisen.
Schüssel: Und wie bitte schön soll die beim Lesen lernen helfen?
Gehrer: Dos is doch sonnenkloa: mit Buchstabensuppe!
Schüssel: Geh! Damit würd i jetzt net unbedingt rechnen.
Gehrer: Damit eh nit. Oba wie viel macht acht Pommes frites mal vier Kohlsprossen minus fünf Fischstäbchen?
Schüssel: Liesl, so geht des net! Wo komm ma denn da hin?
Gehrer: Wohin ma wollen! Balkanspieß, Pekingente, russische Eier … Do beißt sie an der Geo-grafie koana mehr die Zähnd aus.
Schüssel: Schaut so aus, als ob der damische Schweitzer ausnahmsweise amoi Recht hat: Du wirst als Reformerin wirklich in die Geschichte eingehen.
Gehrer: Esterházy-Braten, Filet Wellington …
Schüssel: Schluss jetzt, Liesl. Die Würfel sind gefallen.
Gehrer: Genau! Caesar-Salat!
Schüssel: Na servas. Die Opposition wird si freuen.
Gehrer: Oba nit lang.
Schüssel: Und wieso net?
Gehrer: Wegen dem Essen in dem neuen Kernfach überhaupt – in politischer Bildung: Schwarzbrottoast mit Schwarzwurzelsalat und nachher a Schwarzwälder Kirschtortn.
Schüssel: A so a Schnapsidee!
Gehrer: Ja, hab i a. Magst oan Schwarzbrennten?