Neue Vorwürfe im Buwog-Skandal: Wollte Aufsichtsratschef Schweigegeld zahlen?

Wie das Nachrichtenmagazin "profil" in seiner Montag erscheinenden Ausgabe berichtet, formuliert Karl-Heinz Grassers ehemaliger Kabinettsmitarbeiter Michael Ramprecht neue Vorwürfe in Zusammenhang mit dem Verkauf der Bundeswohnungen an das Immofinanz-Konsortium 2004. Demnach soll ihm der von Grasser im Buwog-Aufsichtsrat installierte Wiener Immobilienmakler Ernst Karl Plech Ende 2002 ein Schweigegeld in der Höhe von rund 700.000 Euro geboten haben.

Ramprecht gegenüber "profil": "Plech hat gesagt: 'Es wird auch nicht zu deinem Nachteil sein. Du bekommst zehn Millionen Schilling, wenn du da mitspielst.' Plech hat gesagt: 'Vermittlungsprovisionen sind bei so einem Deal normal.' Das sei geschäftsüblich." Ramprecht hat diese Aussage mittlerweile auch bei der Staatsanwaltschaft Wien deponiert.

Über seinen Medienanwalt Michael Rami lässt Plech auf "profil"-Anfrage ausrichten: "Mein Mandant, Herr Ernst Karl Plech, weist diese neuen Behauptungen Ihres Informanten auf das Entschiedenste zurück. Auf Grund der österreichischen Rechtslage hat mein Mandant bedauerlicher Weise keine wirksame Handhabe, die Verbreitung solcher Behauptungen rasch zu unterbinden, weshalb zunächst jeder Ruf- und Kreditschädigung Tür und Tor geöffnet ist. Ihrem Informanten wird aber demnächst Gelegenheit geboten werden, die Wahrheit seiner Behauptungen vor Gericht zu beweisen."

Alles über die neuen Erkenntnisse in der Buwog-Affäre und die ganze Aussage des ehemaligen Spitzenbeamten Ramprecht lesen Sie im "profil" 41/09!