Nicht in Wien? Verwirrspiel um Edward Snowden

Nicht in Wien? Verwirrspiel um Edward Snowden

Das Flugzeug des bolivianischen Präsidenten Evo Morales hat in der Nacht auf Mittwoch in Wien landen müssen. Wie die Regierung in La Paz mitteilte, hatten zuvor Frankreich und Portugal Überflugrechte für das aus Moskau kommende Flugzeug verweigert. Grund seien "unbegründete Verdächtigungen" gewesen, dass sich der von den USA gesuchte Ex-Geheimdienstler Edward Snowden an Bord befinde.

Nachdem mehrere europäische Staaten Boliviens Staatschef Evo Morales das Überflugrecht verweigert haben, befindet sich dieser selbst noch immer am Flughafen Wien-Schwechat. "Wir werden abwarten", sagte der Präsident Mittwoch früh in einem ersten Statement vor Journalisten. Als "absolute Lüge" und "Komplott" der USA bezeichnete der bolivianische Verteidigungsminister Ruben Saavedra die Behauptung, dass auch der US-Informant Edward Snowden an Bord seiner Maschine gewesen sein soll.

Snowden nicht in Wien?
Der flüchtige ehemalige US-Geheimdienstler Edward Snowden ist entgegen unterschiedlicher Medienberichte nicht gemeinsam mit dem bolivianischem Präsidenten Evo Morales am Flughafen Wien Schwechat gelandet. Dies bestätigte der Sprecher von Außenminister Michael Spindelegger in der Nacht auf Mittwoch. Nach Informationen sei Morales mit sechs Mitarbeitern am Dienstag in Wien gelandet und in einem Hotel abgestiegen. Edward Snowden befinde sich „nicht“ in Wien, so das Außenministerium.

Snowden in Moskau?
Die bolivianische Regierung habe weder Kontakt zu Snowden, noch wisse man, wo er sich befinde. Laut Medienberichten hält sich der frühere US-Geheimdienstmitarbeiter, der mit seinen Enthüllungen über Spähaktionen der NSA für Aufregung sorgte, seit Tagen im Transitbereich eines Moskauer Flughafens auf.

Link: WikiLeaks.org

(APA/Red)