"ÖIAG - Wegen Sinnlosigkeit geschlossen": Klubobmann Cap bekräftigt SPÖ-Forderung

In einem Interview in der aktuellen Ausgabe des Nachrichtenmagazins "profil" begründet SPÖ-Klubobmann Josef Cap die Haltung seiner Partei, die von ihrer Forderung nach einer Abschaffung der ÖIAG nicht abrücken will: "Beim AUA-Verkauf hat sich gezeigt, dass wir die ÖIAG nicht brauchen. Damit die AUA als Braut von der Lufthansa akzeptiert wurde, mussten 500 Millionen Euro Steuergeld zugeschossen werden." Die ÖIAG sei "Geschichte" und habe "keinen Nutzen mehr. Daher sollte es heißen: wegen Sinnlosigkeit geschlossen."

Zugleich verschärft Cap im "profil"-Interview seine Kritik am Koalitionspartner ÖVP, der sich auf die frühere Tätigkeit von Bildungsministerin Claudia Schmied in der Kommunalkredit Austria AG eingeschossen hat. "Claudia Schmied gehörte der Geschäftsführung der Kommunalkredit Bank zum Zeitpunkt der umstrittenen Wertpapiergeschäfte nicht mehr an, auch wenn die ÖVP einen gegenteiligen Eindruck vermitteln will." Offenbar wolle die ÖVP "ausgehend von den Geschäften der Kommunalkredit" den gesamten Bankensektor nach riskanten Veranlagungen durchleuchten. Cap: "Wenn die ÖVP darüber diskutieren will, soll sie das tun. Sie denkt ja gern in größeren Zusammenhängen."

Lesen Sie das Interview mit SPÖ-Klubobmann Cap im "profil" 38/09!