ÖVP überholt erstmals SPÖ: Bundeskanzler Faymann verlor außerdem an Zustimmung

Die SPÖ verliert Platz 1: Laut einer Umfrage, die das Nachrichtenmagazins "profil" in seiner neuen Ausgabe veröffentlicht, überholt die ÖVP erstmals seit den Nationalratswahlen 2008 die SPÖ: Fänden am Sonntag Nationalratswahlen statt, würden laut der vom Meinungsforschungsinstitut Karmasin Motivforschung im Auftrag von "profil" durchgeführten Umfrage 32% der Österreicher der ÖVP ihre Stimme geben - 1 Prozentpunkt mehr als noch vor vier Wochen. Die SPÖ hingegen verlöre stark und käme nun auf 30% (zuletzt 33%). Für die FPÖ würden nun 21% votieren (zuletzt 20%); die Grünen könnten wie zuletzt mit 9% der Stimmen rechnen. Das BZÖ bleibt konstant bei 6%.

Auch in der Kanzlerfrage verliert die SPÖ den Spitzenplatz: Bei der Möglichkeit, den Kanzler direkt zu bestimmen, hätten derzeit 25% ÖVP-Chef Josef Pröll gewählt (zuletzt 23%), Kanzler Werner Faymann käme wie vor vier Wochen auf 23%. FPÖ-Obmann Heinz-Christian Strache hält weiterhin bei 9%, auf Grünen-Chefin Eva Glawischnig kämen abermals 6% der Stimmen.

Faymann verlor im vergangenen Jahr an Zustimmung
SPÖ-Chef Werner Faymann schnitt bei der Frage, wie sich die Meinung gegenüber den Parteichefs im vergangenen Jahr verändert habe, schlechter ab als ÖVP-Chef Josef Pröll: Jeweils 20% der Österreicher meinten, sie hätten von Pröll nun eine bessere beziehungsweise schlechtere Meinung (bei 54% änderte sie sich nicht). Trister ist das Ergebnis für die SPÖ: Nur 10% halten jetzt mehr von Faymann als noch vor einem Jahr. 16% der Befragten geben laut der im Auftrag von "profil" vom Meinungsforschungsinstitut Karmasin Motivforschung durchgeführten Umfrage hingegen an, sie hätten nun ein schlechteres Bild vom SPÖ-Vorsitzenden. Bei 68% blieb die Meinung unverändert. Jeweils 6% wollten sich nicht äußern.

Lesen Sie mehr über die Österreichische Innenpolitik im "profil" 26/09!