"profil": Außenministerin Plassnik mit scharfer Kritik an Faymann und "Krone"

In einem Interview in der aktuellen Ausgabe des Nachrichtenmagazins "profil" greift Außenministerin Ursula Plassnik SPÖ-Chef Werner Faymann und den Herausgeber der "Kronen Zeitung", Hans Dichand, scharf an. Bei dem umstrittenen Brief von Faymann und Gusenbauer an Dichand sei es ausschließlich um die "Dichand-Faymann-Doktrin" gegangen: "Springst du auf meinen Anti-EU-Zug auf, mache ich dich zum Bundeskanzler."

Bereits vor einem Jahr habe Dichand Plassnik angeboten, "die ÖVP zu retten, wenn wir für eine Volksabstimmung über den EU-Vertrag sind". Sie habe dies zurückgewiesen. "Es war für mich schlicht unfassbar, dass Dichand einem Regierungsmitglied volle Unterstützung anbietet, wenn es sich in einem zentralen Punkt der Politik gegen alle Vernunft gefügig zeigt."

Mit seinem "EU-Kopfstand" habe Faymann viele Partner in der EU verunsichert. "Es ist an der Zeit, dass die SPÖ aufwacht und sich klar wird, wo Österreichs Interessen sind. Sicher nicht in einer Allianz mit dem unbestrittenen Kompetenzzentrum der Nein-Sager und Negativisten."

Die "Kronen Zeitung" sei zu einer wahlwerbenden Gruppe geworden. Die Österreicher seien in einem Punkt einig: "Sie wollen ihre politische Führung nicht im Staub vor einem Medium oder einem Zeitungsherausgeber sehen", erklärte Plassnik.

Das ganze Interview lesen Sie im "profil" Nr. 37.