"profil": Bundesdenkmalamt kündigt Veto gegen Umsiedlung des Rundgemäldes an

Das Land Tirol plant, das denkmalgeschützte Innsbrucker Rundgemälde "Die Schlacht am Bergisel" aus der Rotunde am Rennweg in das neue Bergisel-Museum zu übersiedeln. Wie das Nachrichtenmagazin "profil" in seiner aktuellen Ausgabe berichtet, stellte das Bundesdenkmalamt dem Land nun einen negativen Bescheid in Aussicht und könnte damit das Prestige-Projekt des einstigen Tiroler Landeshauptmannes Herwig van Staa zu Fall bringen.

Das Bundesdenkmalamt hat zwei Gutachten in Auftrag gegeben, die sich beide gegen die Übersiedlung des Rundgemäldes aus dem Jahr 1896 aussprechen. "Ich kann nicht erkennen, warum man das Panorama von dem eigens dafür errichteten Gebäude trennen sollte", erklärt der Münchner Gutachter Erwin Emmerling gegenüber "profil". "Ein Altarbild gehört ja auch in die dafür errichtete Kirche. Das Rundgemälde ist in einem sehr guten Zustand und der Bau mit geringen finanziellen Mitteln problemlos zu sanieren. Das Rundgemälde kann noch Jahrzehnte dort bleiben."

"Das Land hat vier Wochen Zeit, auf die Gutachten zu antworten", erklärt Generalkonservatorin Eva-Maria Höhle. "Werden die Argumente nicht schlüssig entkräftet, wird das Bundesdenkmalamt einen negativen Bescheid erteilen."

Ein negativer Bescheid würde den Bau des Bergisel-Museums ernsthaft gefährden. "Das Museum braucht das Rundgemälde, es ist zentraler Bestandteil des Konzept", erklärt Tirols Kulturlandesrätin Beate Palfrader und wundert sich über die Vorgangsweise des Denkmalamtes: Noch im Februar 2007 habe sich dessen Präsidium grundsätzlich positiv zu dem Projekt geäußert. "Außerdem hat der Bund eine Subvention in der Höhe von vier Millionen Euro zugesagt."

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