"profil": Illegales Glücksspiel und gewerbs- mäßiger Betrug bei Admiral und Wettpunkt?

Wie das Nachrichtenmagazin "profil" in seiner aktuellen Ausgabe berichtet, werden in einer Strafanzeige des niederösterreichischen Landeskriminalamtes schwere Vorwürfe gegen die Unternehmen Admiral Sportwetten und Wettpunkt erhoben. Demnach würden deren Kunden mit Wetten auf Hunderennen "getäuscht und zu Wetten verleitet, welche die Wettlustigen am Vermögen schädigen, wodurch sich die Veranstalter unrechtmäßig und gewerbsmäßig bereichern."

Konkreter Vorwurf der Kriminalisten: Die Rennen würden nicht, wie bei Wetten üblich und auch gesetzlich vorgeschrieben, live übertragen, sondern seien "aufgezeichnet". Die Bildschirme, auf denen die Rennen ausgestrahlt werden, würden keinerlei Informationen über "Veranstaltungsort, Zeit oder Favoriten" vermitteln. Zudem würden bereits vor dem Start fixe Quoten für die einzelnen Hunde beziehungsweise Einlaufergebnisse eingeblendet, durch die Kunden – zumindest theoretisch – auf eine falsche Fährte gelockt werden könnten. Zitat aus der "profil" vorliegenden Anzeige (Aktenzahl 12 Ur 78/06i): "Es wäre technisch möglich, dass ein Zentralcomputer sämtliche Daten pro Hunderennen übernimmt, das Wettverhalten der Kunden analysiert und anschließend jenes Rennen zuspielt, welches für den Betreiber den größten Gewinn erzielt."

Wie "profil" berichtet geht es deshalb für Justiz und Polizei auch nicht nur um verbotenes Glücksspiel, sondern um den Verdacht des gewerbsmäßigen Betruges. Darüber hinaus wollen die Beamten bei den zur Novomatic-Gruppe gehörenden Admiral-Etablissements auch Videospielterminals entdeckt haben, die Einsätze und Gewinne ermöglichen, die weit über dem in Niederösterreich als so genanntes "Kleines Glücksspiel" erlaubten Rahmen liegen. Bei einigen Spielen sei es sogar möglich, den Einsatz auf zehn Euro (statt erlaubter 50 Cent) und den Gewinn auf bis zu 10.000 Euro (erlaubt sind 20 Euro) zu erhöhen.

Die Unternehmen weisen die Anschuldigungen zurück. Sie würden ausschließlich im Rahmen des gesetzlich Erlaubten agieren.

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