"profil": Ungereimtheiten bei Bauvergabe für das geplante Krankenhaus Wien Nord

Wie das Nachrichtenmagazin "profil" in seiner aktuellen Ausgabe berichtet, erhebt ein Mitglied der mittlerweile aufgelösten Bewertungskommission für das geplante Krankenhaus Wien Nord schwere Vorwürfe gegen den Wiener Krankenanstaltenverbund (KAV).

Nach einer zumindest fragwürdigen Ausschreibung und einem ebensolchen Auswahlverfahren drohe eine Direktvergabe ohne jeglichen Wettbewerb an das einzige im Rennen befindliche Bieterkonsortium, bestehend aus den Unternehmen Porr, Siemens und Vamed. Und das, obwohl nicht einmal ein Preis ausverhandelt sei. Ohne Verhandlungs-Alternative, so die Vorwürfe des Zivilingenieurs, liefere sich der Auftraggeber Stadt Wien den wirtschaftlichen Interessen einer Gruppierung aus, was zu "einem riesigen Schaden für die öffentliche Hand führen" könne. Damit handle man gegen das geltende Vergabegesetz. Auch das Wiener Kontrollamt wurde eingeschaltet. Ein Abbruch des Vergabeverfahrens und eine Neuauschreibung könnten die Folge sein.

Die zu erwartenden Gesamtkosten des Krankenhauses dürften außerdem weit jenseits aller bisherigen Behauptungen liegen und rund 1,7 Milliarden Euro betragen, so der Bewertungsexperte im "profil". Alleine die Baukosten würden sich auf 830 Millionen Euro belaufen. Und weil der KAV das fertige Spital vom Erbauer über 30 Jahre leasen würde, müsse der Steuerzahler eine Monatsmiete von 4,7 Millionen Euro berappen.

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