'profil' publiziert Wortlaut des geheimen OeNB-Berichts: Meinl Bank & ihre Geschäfte

Wie das Nachrichtenmagazin "profil" in seiner Montag erscheinenden Ausgabe berichtet, ist die Oesterreichische Nationalbank im Rahmen ihrer Sonderprüfung der Meinl Bank-Bücher zwischen September 2007 und Jänner 2008 auf eine Reihe aufklärungswürdiger Geschäfte und Verträge mit den Börsegesellschaften Meinl European Land, Meinl International Power sowie Meinl Airports International gestoßen. Das Magazin veröffentlicht den Wortlaut des bisher unter Verschluss gehaltenen Prüfberichts.

Demnach hatte Meinl European Land bereits 2006 erhebliche Mühe, zwei Kapitalerhöhungen im Markt unterzubringen, weshalb die unverkäuflichen Zertifikate bei der Investmentgesellschaft Somal A.V.V. im Einflussbereich der Familie Meinl zwischengelagert werden mussten. Um Somal einen Ausstieg ohne Verluste zu ermöglichen, begann die Meinl Bank bereits 2006 auf Rechnung von Meinl European Land massiv Zertifikate aufzukaufen.

Wie von "profil" ausführlich berichtet, wiederholten sich die später als "Rückkaufprogramm" betitelten Transaktionen im Jahresverlauf 2007. Im OeNB-Bericht heißt es dazu wörtlich: "Ein explizites Rückkaufprogramm hat es weder im Jahr 2006 noch 2007 gegeben. Die Zertifikatsrückkäufe erfolgten im Rahmen einer "Market Maker"-Vereinbarung zwischen Meinl European Land und Meinl Bank, in der sich die Meinl Bank verpflichtete, für eine "stabile Kursentwicklung" zu sorgen. Bei schwacher Nachfrage sollte die Meinl Bank Zertifikate vom Markt aufkaufen und bei einer Verbesserung der Marktsituation diese wieder an den Markt abgeben. Um nicht direkt als Halter der Zertifikate ... aufzuscheinen und um keine Großveranlagungs-Grenzen zu überschreiten, wurde ein Unternehmen der Julius Meinl AG (Somal A.V.V., Anm.) herangezogen. Finanziert wurden alle Transaktionen von MEL, so dass diese alle damit verbundenen (Markt-)Risiken trug."

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