Sanktionen

In Wirklichkeit reiten ÖVP und FPÖ im EU-Wahlkampf ja höchst ungern auf den faden alten Sanktionen herum. Sie haben halt nur keine neuen.

Haider: I hab jetzt wirklich alles probiert.
Schüssel: Und i erst.
Haider: I hab dem Chirac an Brief gschrieben.
Schüssel: I hab den Schröder angrufen.
Haider: I hab gschrieben, dass er a impotenter alter Lustmolch is, der ausschaut wie da Bruada vom Klestil, dass sei so genannte Grande Nation nur wegen de vielen Bimbos so guat im Fußball is und no nie irgendan Krieg gwunnan hat.
Schüssel: Und i hab gsagt, dass bei seine Wirtschaftsdaten scho de Burundianer an Lachkrampf kriegen, dass der Oliver Kahn gegen ihn a richtig sympathischer Bursch is und dass i mir vü besser de Haar färben kann als er.
Haider: Und was is passiert? Nix.
Schüssel: Bei mir a net.
Haider: Ka Sanktion. Ka böses Wort in an Interview.
Schüssel: Und a ka Ösi-Witz.
Haider: De Schweine tuan alles, um uns zu schaden.
Schüssel: Net amoi vorm Nixtun schrecken s’ zruck.
Haider: Mit vier Jahr alte Sanktionen muaß ma arbeiten … A Zumutung is des!
Schüssel: Und mit an Untersuchungsausschuss über an damischen Brief drohen – Gott, wie peinlich!
Haider: Oba mit mir net! Dafür kriegen s’ den Mölzer, ha!
Schüssel: Und vielleicht sogar mi! Mit mir nämlich a net!
Haider: Jawoll! Mir zeigen denen, wie ma Sanktionen
ergreift!
Schüssel: Wobei des jetzt natürlich für de Wahl a nix mehr nutzt.
Haider: Des net, na. Oba es geht ja eh kana hin.
Schüssel: Siehst, und genau des kann i einfach net verstehen.