Schlögl sieht gefährliche Entwicklung: Ex-
Innenminister warnt vor Fundamentalismus

In einem Interview in der Montag erscheinenden Ausgabe des Nachrichtenmagazins "profil" warnt der frühere Innenminister Karl Schlögl vor einer zunehmenden Radikalisierung von Zuwanderern in Österreich. "Es gibt immer mehr Probleme mit Migranten der zweiten und dritten Generation aus islamischen Ländern. Viele von ihnen schaffen den sozialen Aufstieg nicht, besinnen sich ihrer Wurzeln und werden empfänglich für islamischen Fundamentalismus. Da sehe ich eine neue und gefährliche Entwicklung", so Schlögl.

Der SPÖ-Politiker und Bürgermeister von Purkersdorf fordert erneut einen Zuwanderungsstopp und mehr Anstrengungen für Integration. "Das ist nach den jüngsten Wahlergebnissen ein Signal, das man setzen sollte."

Schlögl sieht in der hohen Konzentration von Zuwanderern in einzelnen Wiener Wohnvierteln ein "Hauptproblem" und fordert auch für Schulen "eine bessere Durchmischung". Und er kritisiert die FPÖ. "Es stimmt, dass die FPÖ diese Probleme bewusst ausnützt, um Wahlen zu gewinnen, weil das auch ihre einzige Chance ist. Es gibt kein anderes Thema, das so viele Emotionen weckt", so Schlögl im "profil"-Interview.

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