Schwere Vorwürfe gegen Flugpolizei-Chef: Kollegen mit Heli zu Pop-Konzert geflogen

Das Nachrichtenmagazin "profil" berichtet über schwere Anschuldigungen gegen den Leiter der Flugpolizei im Innenministerium, Werner Senn. Laut einer Aufstellung aus dem Umkreis der Flugpolizei habe Senn - neben seiner Tätigkeit als administrativer Leiter auch selbst Einsatzpilot - im Mai 2008 im Zuge eines offiziellen Einsatzflugs andere Polizisten zum Konzert von Elton John nach Ischgl geflogen, obwohl er über keine Berechtigung für Hochgebirgslandungen verfüge.

Im heurigen Juni führte der Chef der Luftpolizei einen Überwachungsflug bei der Östereich-Radrundfahrt durch, obwohl er sich Tage zuvor einem chirurgischen Eingriff unterziehn hatte müssen. Desweiteren stellte die Flugpolizei im Sommer 2007 Helikopter für Dreharbeiten eines Tobias Moretti-Films zur Verfügung. Der Schauspieler ist ein persönlicher Bekannter des Leiters der Flugpolizei. Ministerialrat Werner Senn weist die Beschuldigungen gegenüber "profil" zurück: "Ich habe mir nichts zuschulde kommen lassen. Die Vorwürfe sind eine Vernaderungsaktion."

Wie "profil" weiters berichtet, erfolgte der soeben beendete Auslandseinsatz eines österreichischen Polizei-Helikopters im Rahmen der EU-Grenzschutz-Agentur Frontex auf der griechischen Insel Lesbos ohne international übliche Sicherheitsstandards. So verfügte der Helikopter der Flugpolizei über keine so genannten Floater, die im Falle eines Absturzes ins Meer das sofortige Versinken des Hubschraubers verhindern. Stattdessen seien lediglich eine Rettungsinsel und Schwimmwesten an Bord gewesen.

Lesen Sie alle Anschuldigungen im neuen "profil".