Skitest 2003: Snow Time

Die diesjährige Bewertung der neuesten Skier bestätigt den Trend der letzten Jahre: Aufgrund der stetig verbesserten Materialqualität kommen fast nur noch Spitzenprodukte auf den Markt. Neue Modellklassen erweitern indes das Sortiment – vor allem Skier für Damen. profil präsentiert die Testergebnisse 2003 in zwei Teilen.

Teil 1
Allround Carver Performance
13 Modelle. Preiswerte Alleskönner für nahezu jeden Fahrstil.
Allround Carver Top
13 Modelle. Die wahren Meisterstücke unter den Allroundern.
Lady Carver Performance
14 Modelle. Die neuen Allround-Produkte speziell für weibliche Skifahrer.
Lady Carver Top
11 Modelle. Die Spitzen-Produkte unter den Carvern für sportliche Fahrerinnen.

Die Bemühung nordischer Gottheiten mag bei nüchternen Testern eher ungewöhnlich anmuten – doch Walter Kuchler bleibt dabei: „Ullr war äußerst wohlwollend“, freut sich der Leiter des Skitests über den Beistand des skandinavischen Schutzpatrons der Wintersportler. „Es wird schwer sein, den Skitest dieses Jahres zu übertreffen“, befindet Kuchler. Und er meint damit nicht nur das traumhafte Wetter, das eine Woche lang für ideale Bedingungen sorgte.

Denn das Großprojekt Skitest, dessen Ergebnisse profil zum fünften Mal in Kooperation mit dem deutschen Fachblatt „Ski Magazin“ publiziert, ist auch eine enorme Herausforderung für die Organisatoren. Die Koordination von fast 100 Experten sowie die Bewertung von 200 Paar Skiern anhand eines in seiner Differenziertheit einzigartigen Kriterienkatalogs bedeuten stets erheblichen Aufwand.

Erprobt und bewertet wurden die Alpinskier heuer im Südtiroler Ferienort Kronplatz in fünf Kategorien sowie mehreren Untergruppen, um den aktuellen Entwicklungen am Markt gerecht zu werden. Neben den traditionellen Modellen der Allround-Klassen gibt es nun erstmals auch für Lady-Skier entsprechende Kategorien. Slalom Carver und Race Carver wurden ebenfalls wieder in den Test aufgenommen (die Ergebnisse lesen Sie im nächsten profil).

Erschwert – wenn auch positiv – wurde die Arbeit der Tester durch den Umstand, dass es aufgrund der stetigen Verbesserung der Materialien kaum noch ein wirklich schlechtes Modell im aktuellen Angebot der Hersteller gibt. „Wir prüfen die Skier deshalb nicht auf ihre materielle Qualität“, so Kuchler, „sondern versuchen, ihre Eigenschaften und eventuelle Mängel im Fahrverhalten präzise zu erfassen. Somit ist der Test als individuelle Orientierungshilfe in der ständig wachsenden Produktvielfalt zu verstehen.“

Um persönlichen Nutzen aus dem vorliegenden Skitest zu ziehen, sollte man besonders auf die Zielgruppen-Wertungen achten. Die heuer eingeführte neue Typologie, die auf das Fahrkönnen ausgerichtet ist, soll die individuelle Beurteilung besonders leicht machen. Als „Gelegenheitsfahrer“ gelten dabei Skifahrer, die nur selten auf die Piste gehen. „Geübte Fahrer“ sind sichere Fahrer, die viele erschlossene Pisten souverän meistern, sich ihrer Grenzen aber bewusst sind. Der „Gute Fahrer“ ist auch im Freigelände sicher unterwegs und hat seinen Stil bereits perfektioniert. „Hochsportliche Fahrer“ schließlich verfügen über eine ausgefeilte Technik und fordern vom Ski Feedback und Variabilität.

Teil 2
Slalom Carver Performance,
Slalom Carver Top und Race Carver
in profil Nr. 46 am 10.11.2003.