Sparpaket

Staatssekretär Franz Morak hat angeregt, aus Kostengründen 70 Mitarbeiter der Salzburger Festspiele vom Untersberg zu stoßen. Ausbaufähige Idee.

Morak: Des Festspielproblem wär erledigt, Chef.
Schüssel: Hervorragend! Was steht als Nächstes auf der Listn?
Khol: Die Langzeitarbeitslosen.
Schüssel: Vorschläge?
Morak: Mit Betonpatschen in die Donau!
Schüssel: Unkonventionell, aber zweifellos recht effektiv.
Khol: Im Inn wär auch no Platz.
Schüssel: Guat. Da tamma auch a paar hin, wegen dem Föderalismus. Weiter!
Khol: Des Krankenkassendefizit.
Morak: Alle, die mehr ham als an brochenen Fuß oder so, verfüttern mir an die Löwen in Schönbrunn. Da spar ma sogar doppelt.
Schüssel: Ja! Und zu die Fütterungszeiten wern die Einnahmen a no explodieren. Wenn a Löwe so an alten Schlagler reißt …
Khol: Da sind mir ausverkauft.
Morak: Des wär praktisch „Cats 2“, höhö!
Schüssel: So stell i mir neu regieren vor – kreativ und ohne falsche Scheu, Althergebrachtes über Bord zu werfen.
Khol: Was hätt ma da no …, ah ja, die Frühpensionisten.
Morak: Müllverbrennung Spittelau.
Khol: Die Eisenbahner.
Morak: Die …
Schüssel: Wart, i will a amoi: Die Eisenbahner …, die wern si bald ziemlich gerädert fühlen!
Morak: Reschpekt! Könnt vo mir sein!
Khol: Die Besitzstandswahrer überhaupt?
Morak: An die Eier aufhängen!
Schüssel: Außer, es san unsrige, gell. Bei denen tu ma stattdessen lieber Besitzstand wahren.
Morak: Des versteht si ja wohl von selber.
Khol: Na ja, und dann hamma da natürlich no de Roten …
Morak: Wolfi, du bist wieder dran!