Steirische SPÖ griff auf ihre Stiftung zurück:
Privatstiftung half beim Wahlkampf 2005

Wie das Nachrichtenmagazin "profil" in seiner aktuellen Ausgabe berichtet, hat die steirische SPÖ ihren Wahlkampf für die Landtagswahlen 2005 zumindest teilweise über ihre Privatstiftung abgewickelt. "profil" veröffentlicht in seiner neuen Ausgabe Belege, die bisher von Landeshauptmann Franz Voves und Stiftungsvorstand Peter Schachner-Blazizek in Abrede gestellte direkte Geldflüsse von der Stiftung zu einer parteinahen Firma dokumentieren.

Ende 2005 flossen insgesamt 280.000 Euro von der roten Stiftung "Zukunft Steiermark" als "Darlehen" und "Darlehensrückzahlung" an eine als Werbeagentur dienende Tochterfirma der Fortuna Commerz Vermögensverwaltung GmbH, über die damals auch ein Grossteil der Aufträge für Wahlplakate und Inserate abgewickelt wurde. Steuerexperten sehen in der Konstruktion einen fiskalischen Vorteil. Anders als die Partei war die Firma vorsteuerabzugsberechtigt. Ende 2005 wies die Werbeagentur, die über keine Angestellten verfügte, einen Verlust von über 700.000 Euro auf. Sie wurde dann auch von der Stiftung vor der drohenden Insolvenz gerettet und 2007 liquidiert. "Wir haben alle Steuern und Abgaben zu hundert Prozent bezahlt", betonte SPÖ-Landesgeschäftsführer Anton Vukan.

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