Steuerpläne: Wer wann wo senken will

SPÖ: Steuerentlastung schon ab 2004 in Höhe von drei Milliarden Euro: eine Millarde für untere, eine für mittlere Einkommen und eine für Unternehmen. Höhere "Negativsteuer" für Einkommen bis 10.000 Euro pro Jahr, Alleinverdiener sollen für Einkommen bis 1000 Euro monatlich keine Steuer mehr zahlen. Betriebe dürften einen 30-prozentigen Investitionsfreibetrag geltend machen. Keine Senkung des Spitzensteuersatzes und der Lohnnebenkosten.

ÖVP: Entlastung in zwei Etappen: Erster Schritt 2004 (Volumen: rund 500 Millionen Euro) mit der Steuerfreistellung von Einkommen bis 14.500 Euro brutto pro Jahr. Zweiter Schritt 2005 (Volumen: rund 2,5 Milliarden Euro) unter anderem durch Entlastung der mittleren Einkommensbezieher und Senkung der Lohnnebenkosten. Diskutiert wird intern noch über die Verringerung des Spitzensteuersatzes und das Vorziehen der Körperschaftsteuersenkung.

FPÖ: Entlastung der kleinen (bis 14.500 Euro) und mittleren Einkommen (bis 25.000 Euro) hat Priorität. Senkung des Spitzensteuersatzes ist kein Thema, die der Lohnnebenkosten schon. Ob 2004 oder 2005 ist aber unklar: Landeshauptmann Jörg Haider und der Dritte Nationalratspräsident Thomas Prinzhorn wollen das komplette Volumen schon 2004 verteilt sehen. Parteichef Herbert Haupt hält den Termin Jänner 2004 für unrealistisch und will Experten entscheiden lassen. Generalsekretärin Magda Bleckmann möchte die Verhandlungen der nächsten Tage mit der VP abwarten.

GRÜNE: Gezielte Senkung der Steuertarife für die unteren Einkommen ab 2004, mögliche weitere Schritte ab 2005. Befristete Investitionsanreize für die Wirtschaft durch Prämien oder Freibeträge, damit das Geld auch wirklich jetzt verwendet wird. Steuerpläne Wer wann wo senken will.