Telekoma

Der Kanzler und sein Finanzminister freuen sich völlig zu Recht über ihre gute Performance beim geplatzten Telekom/Swisscom-Deal.

Grasser: Wahnsinn! Minus zwanzig Prozent an an Tag!
Schüssel: Oh Gott! Unsere Umfragewerte?
Grasser: Na. Die Telekom-Aktie.
Schüssel: Ah so! I hab scho glaubt, es is was Wichtiges.
Grasser: Anskommavier Milliarden, die si einfach so in
Luft auflösen … Geil!
Schüssel: Ja, ja, es is scho faszinierend, was mir alles
bewegen können.
Grasser: Manchmal fühl i mi ja fast wie der David
Copperfield. Wenn i net vo Natur aus so bescheiden wär,
i hebert glatt ab.
Schüssel: Eine großartige österreichische Lösung, dass
mir jetzt über die Börse privatisieren, was? No dazu, wo
ma des von Anfang an so wollen ham.
Grasser: Hamma des?
Schüssel: Na. Aber willst des leicht zugeben?
Grasser: I hab mein Amtseid net auf die Zehn Gebote abglegt. Oba sag: Was hamma eigentlich von Anfang an wollen?
Schüssel: Mi fragst?
Grasser: Und wozu hamma überhaupt mit de Schweizer verhandelt?
Schüssel: Fallt des jetzt unter „Jugend forscht“ oder was? Woher soll i des wissen?
Grasser: Und des Wichtigste: Wie verkauf ma des Ganze
als Erfolg?
Schüssel: Des is leicht: Du sagst, dass des super is, i sag
gar nix, und alle andern kritisieren die Roten.
Grasser: Guter Plan.
Schüssel: Des will i meinen. Er hat a bis jetzt no jedes
Mal funktioniert.
Grasser: Komisch, eigentlich hab i mir Wirtschaftspolitik immer vü schwieriger vurgstöllt. Also früher, wie i no ka Ahnung davon ghabt hab.