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Amnesty-Statistik
03/27/2012

Todesstrafe: Zahl der Hinrichtungen 2011 gestiegen

Aktuell. Zahl der Hinrichtungen weltweit gestiegen

2011 wurde in 20 Ländern die Todesstrafe vollzogen. Das ist ein Drittel weniger als noch vor zehn Jahren. Die meisten Exekutionen finden in China statt. 2011 wurden in China mehr Menschen hingerichtet als im Rest der Welt zusammen. Genaue Zahlen gibt es dazu nicht, weil Daten zur Todesstrafe dort als Staatsgeheimnis behandelt werden, betont Amnesty. Die Menschenrechtsorganisation schätzt die Zahl auf "Tausende".

In Europa gibt es nur mehr ein Land, das Menschen erschießen lässt: In Weißrussland wird die Todesstrafe weiterhin angewandt. Lettland hingegen unternahm alle rechtlichen Schritte und schaffte die Todesstrafe mit 1. Jänner 2012 ab. In den USA wurden im Vorjahr 43 Todesurteile vollstreckt. Mit Illinois sind nun 16. US-Staaten ohne Todesstrafe, während Oregon ein Moratorium einführte. In Japan wurde erstmals seit 1992 keine Hinrichtungen registriert. 2011 war auch das erste hinrichtungsfreie Jahr in Singapur.

Die Anwendung der Todesstrafe bleibt keineswegs auf schwerste Verbrechen beschränkt. Sie wird verhängt für Delikte wie Ehebruch im Iran, Blasphemie in Pakistan, Hexerei in Saudi-Arabien sowie für Drogendelikte in mehr als zehn Staaten. In Saudi-Arabien werden die zu Tode Verurteilten enthauptet. In den USA sterben die Menschen durch die Giftspritze, ebenso wie in Taiwan und China. China verwendet ebenso wie Weißrussland, der Jemen, Vietnam oder die Vereinigten Arabischen Emirate Erschießen als Hinrichtungsmethode. In Ägypten, Afghanistan, Irak, Iran oder Malaysia droht den Todeskandidaten der Tod durch Erhängen.

(APA/Red)

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