Frankreich: Mehrere Tote bei Schießerei vor jüdischer Schule

Beim blutigen Anschlag auf eine jüdischen Schule in Toulouse sind insgesamt vier Menschen ums Leben gekommen, darunter sind drei Kinder. Die Tat in der südfranzösischen Stadt ähnelt Anschlägen aus jüngster Zeit, bei denen mehrere Soldaten starben.

Laut der französischen Staatsanwaltschaft gibt es ernsthafte Hinweise auf eine Verbindung zu zwei früheren Mordangriffen in der Region.

Der unbekannte Täter, der das Feuer vor der Ozar-Hatorah-Schule im Bezirk La Roseraie eröffnete, ging offenbar ähnlich vor wie bei den tödlichen Schüssen auf französische Soldaten vergangene Woche in derselben Region: Er fuhr laut Augenzeugen einen Motorroller, schoss am helllichten Tag seine Opfer nieder und benutzte laut Polizei auch eine Waffe vom Kaliber 11,43 Millimeter. Insgesamt trug er zwei Waffen bei sich.

Der französische Präsident Nicolas Sarkozy sprach von einer "schrecklichen Tragödie". Dem Sender RFO sagte er: "Die gesamte französische Republik ist berührt von diesem entsetzlichen Drama." Sarkozy kündigte an, dass er nach Toulouse fahren werde, wo sich die Gewalttat ereignet hatte. Auch der sozialistische Präsidentschaftskandidat Francois Hollande kündigte an, aus "Solidarität" in die Stadt reisen zu wollen.

(APA/Red)

Schießerei vor jüdischer Schule in Toulouse
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