Umfrage: Acht von zehn für Zugangsbeschränkungen an den Unis

81% der Österreicher sprechen sich für Zugangsbeschränkungen an den heimischen Universitäten aus: 47% plädieren sowohl für Aufnahmeprüfungen als auch Studienbeiträge; 27% wollen lediglich Aufnahmetests; 7% sind nur für Studiengebühren.

14% geben laut der im Auftrag von profil vom Meinungsforschungsinstitut Karmasin Motivforschung durchgeführten Umfrage hingegen an, für einen freien Hochschulzugang in allen Fächern einzutreten. 1% nannte andere Maßnahmen, 5% wollten sich nicht festlegen.

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Gerechte Bildung

Von Sophie Karmasin

„Nur 14 Prozent der österreichischen Bevölkerung sind für den gänzlich freien Hochschulzugang, aber 47 Prozent sprechen sich für Aufnahmetests und Studiengebühren aus. Haben wir uns also von dem schönen Gedanken verabschiedet, dass Bildung ein Recht für alle ist und nicht durch Barrieren unterschiedlicher Art behindert werden soll? Wir glauben also nicht mehr daran, dass der Staat ohne Studiengebühren oder Aufnahmetests qualitative und gerechte Hochschulbildung für möglichst viele Menschen gewährleisten kann. Es scheint, als würden wir davon ausgehen, dass der Staat gerade in einer Krise nicht mehr in Bildung und Zukunftsthemen investiert. Vielleicht weil man sich zu akademisch über die Verwaltungsreform unterhält?“