Vandalismus

Am Montag ist es so weit: Der beleidigte „Vandale“ H. C. Strache kämpft mit stumpfem Säbel gegen einen anderen schlagenden Burschenschafter. Ein Vorbericht unserer Sportredaktion.

profil: Herr Strache, die Frage, die sich so knapp vor dem großen Kampf ganz Österreich stellt: Geht es Ihnen noch gut?
Strache: Besser wird’s nicht mehr.
profil: Wie hat Ihre Vorbereitung ausgesehen?
Strache: Nun, nachdem wir ja auf unsere nackten Oberkörper eindreschen werden, hat mich Madame Mechthild, meine ganz persönliche Betreuerin, im letzten Monat dreimal wöchentlich mit der neunschwänzigen Katze gestählt. Und ansonsten hab ich eh meinen Stierkopf.
profil: Ja, das seh ich.
Strache: Nein, das sehen Sie nicht. So heißt unser Helm.
profil: Oh. Und gab es auch ein spezielles Technik-Training?
Strache: Zum Glück ist mir eine gewisse natürliche Eleganz gegeben, das hilft. Und ein paar besondere Finten hab ich an Hilmar Kabas geübt.
profil: Mit Hilmar Kabas? Interessant.
Strache: Nicht mit – an ihm. Er war auch zufällig ein paar Mal bei der Mechthild, auf Sicherheitslokalaugenschein.
profil: Und wie wird die Sache nun ausgehen? Ihr Tipp?
Strache: Ich denke, ich müsste einen knappen Punktesieg landen können. Vielleicht mit fünf Blutergüssen Vorsprung.
profil: Und falls nicht? Sind Sie dann entehrt?
Strache: Ach, Hauptsache, ich kann der Jugend ein gutes Beispiel geben. Ihr zeigen, dass es eine Alternative zu Drogen gibt, nämlich gesunden, deutschen Volkssport.
profil: Na dann: Hals- und Beinbruch! Oder wie sagt man in ihren Kreisen?
Strache: Prost!