Verfahren gegen Alfons Mensdorff-Pouilly in Österreich läuft weiter

Vorhabensbericht der Staatsanwaltschaft Wien spricht sich gegen Einstellung der Ermittlungen gegen Rüstungslobbyisten aus.

Alfons Mensdorff-Pouilly hat sich nach der Einstellung des in Großbritannien gegen ihn angestrengten Korruptionsverfahrens offenbar zu früh Hoffnung gemacht, dass auch die österreichische Justiz seinen Fall ad acta legen würde. Ein Vorhabensbericht der Staatsanwaltschaft Wien spricht sich dafür aus, die wegen Bestechung, Geldwäsche, Betrug und falscher Zeugenaussage gegen den Waffenlobbyisten laufenden Ermittlungen weiterzuführen. Mensdorff, für den die Unschuldsvermutung gilt, werden Schmiergeldzahlungen rund um Geschäfte mit Abfangjägern in Tschechien, Ungarn und Österreich vorgeworfen – im Auftrag des Rüstungskonzerns BAE Systems. Die Staatsanwaltschaft bestätigte gegenüber profil die Existenz des Vorhabensberichts, wollte sich aber nicht zu seinem Inhalt äußern. (mst)