Web-Service: Treffen der Synnies

Spezielle Internetforen bieten Synästhetikern Gelegenheit zum Gedankenaustausch.

Während das Thema Synästhesien in Österreich noch kaum öffentlich erörtert wird, finden Interessierte in Deutschland oder der Schweiz diverse Adressen im Netz: etwa www.sequence.de , www.synaesthesie.ch oder das www.synaesthesieforum.de , das die Synästhetikerin Regina Pautzke mit einem kleinen Team vor rund einem Jahr ins Leben gerufen hat. Das Forum hat heute rund 350 Mitglieder – „Synnies“, wie sich Synästhetiker selbst nennen, die sich hier über ihren Alltag austauschen können. „Schön, endlich mit so vielen Synnies Kontakt zu haben“, ist der Tenor im Forum, in dem über Themen wie „Welche Farbe hat dein E?“ oder „Was ist negativ an Synästhesie?“ diskutiert wird. Das Bedürfnis nach Austausch ist hoch, da man „solche Sachen nur mit denen wirklich bereden kann, die das auch kennen“, meint Lilli im Forum. Die Synästhetikerin Patricia Duffy schreibt in ihrem Buch „Jeder blaue Buchstabe duftet nach Zimt“ (Goldmann 2003): „Für uns hängt unendlich viel von der Frage ab: Siehst du das, was ich sehe? Es ist die fundamentalste aller Fragen, die Menschen gesellschaftlich zusammenschmiedet.“