Widersprüche in "Prügelaffäre" wachsen: Westenthaler-Zeuge immer unglaubwürdiger

Wie das Nachrichtenmagazins "profil" in seiner aktuellen Ausgabe berichtet, hat die orange Prügelaffäre aus der Wahlnacht vom 1. Oktober ein weiteres Nachspiel. Denn der angebliche Entlastungszeuge Peter Westenthalers, einer seiner damaligen Bodyguards, widerspricht sich nun selbst.

Erst vor wenigen Tagen hatte Westenthalers Personenschützer, Siegfried Kobal, erklärt, den Sprecher der Justizministerin in der Wahlnacht auf Geheiß des BZÖ-Chefs aus dem Lokal "Stadl" geschmissen zu haben. Dann verkündete Westenthalers zweiter Leibwächter, Walter Lagger, zu Westenthalers Entlastung: "Westenthaler hat uns [...] keinerlei Aufträge zur Entfernung dritter Personen [...] erteilt. [...] Vielmehr war das Einschreiten von Kobal seine eigene Entscheidung."

Damit widerspricht sich Lagger selbst. Denn zum Zeitpunkt der Schlägerei war der Kärntner nach eigenen Angaben auf der Toilette. Laut Polizeiprotokoll, das "profil" vorliegt, sagte er vor dem Landesamt für Verfassungsschutz neun Tage nach dem Vorfall unter Wahrheitspflicht aus: "Nach etwa 30 Minuten musste ich zur Toilette. Als ich wieder zurückkam merkte ich, dass sich weniger Personen im Lokal befanden und mehrere Personen vor dem Lokal auf der Straße standen." Die Schlägerei war zu diesem Zeitpunkt bereits vorbei. Gegenüber "profil" kann Westenthalers Entlastungszeuge diesen Widerspruch nicht erklären. Und vor Gericht sagte er nie aus.

Lesen Sie die ganze Story im profil Nr. 09/08