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46_profan_182
11/08/2003

Wien zärtlich

Wien zärtlich

Anbandeln: Heftiges Flirten
Anstrudeln: Jemandem wortreich sein Inneres offenbaren
Aufreißen: Jemandem bei freizügigem Reden beziehungsvoll tief in die Augen schauen
Anmachen:
dt.: Dasselbe wie Aufreißen;
ö.: Sich a.: verzagen
Auf Schuss gehen: Schüchtern einen sympathischen Menschen suchen
Baa (Gebein): Dürres Geschöpf
Becircen: Jemandes Herz betören
Betonieren: Einen Rivalen verbal niedermachen
Birnen: Den Kopf eines anderen unsanft touchieren
Brennen wie ein Luster: Muss der, der (oft ahnungslos) die ganze Zeche bezahlt
Büchsenöffner: Stärkerer Rotwein
Bumsen:
a) Gemischt beleumundetes Lokal;
b) Steifes Betragen
Charmebolzen: Zähnebleckender Eindruckschinder
Chauvi: Mann, der Inländerinnenbevorzugt
Chimäre: Eheversprechen
Chuzpe: Parallele Beziehungen zu verschiedengeschlechtlichen Zwillingen
Derglengen: Einen liebenswerten Partner derwischen
Derstessn: Verfehlter Versuch, jemanden zu derglengen
Dilo: Rührend einfacher Verehrer
Drübersteigen: En passant erfolgende sexuelle Zuwendung ohne wirkl. Interesse
Druck mi: Umarm mich fest!
Du!: Lakonische Liebeserklärung
Duttln: Weiblicher Blickfang
Eiertanz: Unschlüssiges Verhalten eines potenziellen Partners
Einedrahn: Nach Renommee gieren
Eineraunzen: Filigraner Versuch, ein mitfühlend Herz zu gewinnen
Einetheatern: Einem Konkurrenten eine längst „Vergriffene“ zur Eroberung empfehlen
Ezzes: Zielführender Hinweis an Partner, wie er einen erregen soll
Falott: Schofler Schurke
Fetzn:
a) In-Garderobe;
b) Rausch
Filou: Süßer Schlingel
I fisch di!: Ich werde dir mit einem Springmesser zu Leibe rücken
Fischfuada mochn: Drohung, den Fischen jemanden mundgerecht zu servieren
Flitschn: Entgeltlich geneigte Dame
Frank:
a) Unbescholten;
b) Bekräftigend: „I mag di frank!“
Funsn:
a) Sehr schwache Lampe;
b) Kein weibl. Kirchenlicht
Geiern: Nach lüsternem Single spähen
Geil:
a) Aufregend wirken;
b) Erregt sein;
c) Bei Teenies: zauberhaft
G’frast: Hinterhältige Person
Gigerl: Überhochmezter Feschak
Gizi: Jähzorn, Eifersucht
G’spusi: Periphere, temporäre Verliebtheit
Hallodri: Unbekümmerter Draufgänger nach Hodenslust
Hantig: Rasch handgreiflich harsch
Haringschedl: Geistig schon etwas zerfledderter Mensch
Hatschn: Sperrige Schönheit
Herzbinkerl: Lebensodem
Hingrissen – herzaht: Liebe auf den ersten Blick
Hirnwichser:
a) Anhänger sinnloser Analysen;
b) Nur theoretisch perfekter Liebhaber
Hosn: Stolzbeinige Gefährtinnen
Hübschlerin: Gepflegte Trösterin von Seele und Leib
Intim: Jenseits vom Reden
Inzest: Was den Adel vernichtet
Iwanachtig: Zustand nach einer Liebesnacht, inkl. „fadem Aug“
Jetziger: Lebensabschnittspartner
Kalbsaugen: Schmachtende Blicke
Karessieren: Liebkosen
Karnotte: Heimtückisches Weib
Kaschulieren: Schmeicheln
Komm!: Aufmunterung zum Finale
Kuderwochen: Flitterwochen
L’amour-Hatscher: Erotisierend engpaariger langsamer Tanz
Leimsiada: Galan, der nur Honneurs mit Hautgout macht
Auf Leiwaund haum: Der Schmäh rennt bettwärts
Liabsdatschkerl: Liebkosendes Kopfstück
Marie: Geld; aber Mizzi: Geliebte
Meiermachn: Jemanden offen herabsetzen
Mit’n Tee umschüttn: Versuch, sich mit falschen Komplimenten einzuschmeicheln
Muatterl: Beklommene Matrone
Mudlsaubers Madl: Zumindest seelische Jungfrau
Die Muffn geht einem: Schamgrenzenlos Angst haben
Nebochant: Ungebildeter Flegel
Negerant: Finanziell engpässlicher Gigolo
Nudlaug: Zu Fehleinschätzungen neigendes Individuum
Ohschnuddeln: Jemanden umfassend streicheln
Ohzahdes Giatltia: Derangierte Domina
Oimerl: Gutgläubige Provinzlerin
O lala: Spätere Erkenntnis über perforiertes Verhütungsmittel
Olla: Verhütungsmittel
Owehaun: Dem Partner untreu werden
Paniern: Jemanden windelweich prügeln
Päulisiern: Bei Frauen reüssieren
Penisl: Ge-Ohnmächt
Pomadenschliaferl: Gelackter Aufdringling
Quargeln: Endlos einherreden
Rabnbratl: Ethisch wertfreier Verführer
Remasuri: Live-Music-Dancing-Event
Ruabnbatzl: Jünglings-Glied
Auf die hab i a Rutschn: (auch) an Stand: Dieser Frau bin ich erlegen
Schapoh: Beschützender Begleiter
Schmiarer: Ehrlicher Frauenheld
Schmieranski: Unehrlicher Frauenheld; auch: Journalist
Seu di oh!: Schade, dass Sie schon gehen müssen!
Speanzeln: Ausschau halten bis zuzwinkern
Titschkerln: Petting
Topfen: Hanebüchene Erzählungen
Trampl: Gefühlloses Wesen
Troanzn ziagn: Gleich Tränen vergießen
Tussi: Affektierte Ganglien-Debetorin
Umadumscheißn: Sich besonders um jemanden kümmern
Umadumschmusen: Selektionsfreie Zuwendungen
Umurkn: Lächerliche Frau
Undam: Idiotischer Mann
Ungustl: Geistig unappetitliche Kreatur
Vanille: Falschzüngiges Getändel
Viertel sieben: Super-sexy
Vokal: Blow Job
Wäh: Nutzloses Mannsbild
Wappler: Umwölkter
Waserl: Kann kein Wässerchen trüben
Wiener Gfriesel: Schalkhaftes Gesichtchen
Xenophil: Ausländer bevorzugt
Xindl: Gelichter
Xottn: Ausgekochter Mensch
Ybernasern: Dahinterkommen
Ydyhn: Störungsfreies Plätzchen
Ziaga: Beisl-Tour
Zibebenscheißer: Angsthase
Zinnober: Nonsens
Zuckergoscherl: Unwiderstehlicher Mund
Zuwesteigen: Sich an jemanden heranmachen
Zuzelfleck: Angenehmes Andenken an einen sehr langen Kuss

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