Zilk-Akt taucht im Innenministerium auf: Dokumente sind allerdings noch gesperrt

Wie das Nachrichtenmagazin "profil" in seiner aktuellen Ausgabe berichtet, bestätigte das Innenministerium die Existenz eines Helmut Zilk betreffenden staatspolizeilichen Aktes. Nach Auskunft von Peter Gridlingg, Leiter der BVT, seien darin "auch Personen erwähnt, die noch leben". Aus diesem Grund sei der Akt gesperrt, beziehungsweise "nicht archivreif", sagt Gridling.

Es handelt sich dabei um den Folgeakt jenes Materials, das Rudolf Jerabek, der langjährige Mitarbeiter des Staatsarchivs, in der vorvergangenen Woche im Staatsarchiv gefunden hatte. Daraus ging hervor, dass eine nicht näher bezeichnete "Quelle" im September 1968 der österreichischen Staatspolizei mitgeteilt hatte, dass der damalige Fernsehdirektor Helmut Zilk "Informator" des tschechischen Geheimdiensts gewesen war, unter der Bedingung, dies dürfe "nicht zum Schaden Österreichs gereichen".

Jerabek meldete in der vorvergangenen Woche die weiterführende Aktenzahl, die auf der Dritten Seite des Dossiers handschriftlich vermerkt ist, unverzüglich an das Innenministerium. Das gesperrte Dossier verweist auf Jiri Starek, einem von Zilks Verbindungsmännern zum tschechischen Auslandsgeheimdienst in den sechziger Jahren, der im September 1968 nach Österreich übergelaufen war.

Lesen Sie mehr über die neuesten Enthüllungen in der Causa Zilk im profil 15/09!