Zu neuen Ufern

Langsam bräuchten wir uns nicht mehr wundern, wenn sich unser allseits beliebter Finanzminister angesichts der fortgesetzten Kampagne gegen ihn nach einem anderen Job umsähe.

Grasser: … und außerdem bräucht i natürlich no einen Dienstwagen-Kauf-Berater, einen Scharfer-Scheitel-Berater und einen Feng-Shui-für-Katzen-Berater. Wie? Hören S’, i hab glaubt, sie sind a internationale Firma und net irgendeine Quetschn, die von modernem Management ka Ahnung hat. Hallo? Hallo? Aufglegt.
Finz: Du hast a Katz?
Grasser: Na. Aber ma muss immer a bissl mehr verlangen, damit ma was zum Nachlassen hat.
Finz: Des war jetzt oba scho der zwölfte, der aufglegt hat. Und des war a des letzte Inserat mit über einer Mille Jahresgehalt.
Grasser: Des Land is einfach net reif für mi. Der eine will net amol a läppisches Handgeld von 283.000 Euro dazulegen, der andere tut so, als wär a zusätzliche Spende für mein Sozialfonds zu viel verlangt – wo leben diese Leut eigentlich? Immerhin bin i ein weltweit anerkannter Experte.
Finz: Und die Industriellenvereinigung kann di a net brauchen?
Grasser: Die ham gsagt, sie verwenden mei Gehalt lieber für die Homepage vom nächsten Minister.
Finz: Da senkt ma die Körperschaftssteuer, und dann des.
Grasser: Na ja. Was hamma no auf der Listen?
Finz: Nimmer viel. Direktor der Produktentwicklung …
Grasser: Klingt net übel.
Finz: … bei Beate Uhse.
Grasser: Oh. Und sonst?
Finz: Unterhosenmodel bei Calvin Klein.
Grasser: Verbindst mi bitte mit dem Stronach?