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Rechnungshof ortet Kostenexplosion beim Salzburger Festspielbezirk

Der Umbau des Festspielbezirks läuft aus dem Ruder: explodierende Kosten, fehlende Finanzierung, schlechte Planung, unhaltbare Zeitpläne. Das zeigt ein profil exklusiv vorliegender Rechnungshofrohbericht. Politisch ist Salzburgs Großbauprojekt hochbrisant.

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Interims-Intendantin Karin Bergmann hat gleich in ihrer ersten Kuratoriumssitzung vor wenigen Tagen gelernt, was bei den Salzburger Festspielen zum Normalbetrieb gehört: Misstrauen und alte Rechnungen. Nach dem Abgang ihres exzentrischen Vorgängers Markus Hinterhäuser, nach Skandalen, Machtkämpfen und viel verbrannter Erde sollte Bergmann eigentlich einen Neuanfang ermöglichen.

Doch das Kuratorium ist Bergmanns kleinere Baustelle. Die größere ist eine echte: das Monster-Umbauprojekt Festspielbezirk 2030. Dort droht gerade aus dem Ruder zu laufen, was Bund, Land und Stadt seit Jahren als große Zukunftsinvestition verkaufen. Ein profil exklusiv vorliegender Rohbericht des Rechnungshofs zeichnet alles andere als das Bild eines solide aufgesetzten Unternehmens: explodierende Kosten, klaffende Finanzierungslücken, ein sich ständig dehnender Zeitplan, kaum eingepreiste Puffer und viele offene Risiken. Das birgt gewaltigen politischen Sprengstoff – in Salzburg wie in Wien.

Anna Thalhammer

Anna Thalhammer

ist seit März 2023 Chefredakteurin des profil und seit 2025 auch Herausgeberin des Magazins. Davor war sie Chefreporterin bei der Tageszeitung „Die Presse“.