© Maria Otter

Kultur
06/12/2019

Béla Tarrs "Missing People" bei den Wiener Festwochen

Wien ist die lebenswerteste Stadt der Welt. Doch die makellose Oberfläche zeigt nur eine Seite.

Viele Bewohner Wiens sind durch Armut und gesellschaftliche Hierarchien unsichtbar. In "Missing People" gibt der ungarische Regisseur Béla Tarr ihnen Sichtbarkeit zurück. Tarr kommt laut seinem Regiekollegen Gus Van Sant dem tatsächlichen Rhythmus des Lebens so nahe wie kaum ein anderer Filmemacher. So auch in seinem neuesten Projekt, für das er nach einer langen Schaffenspause erstmals wieder Regie führt.

In ein paar wenigen Einstellungen zeigt Tarr genau jene unsichtbaren Menschen an einem Ort, zu dem sie sonst wohl keinen Zugang haben. Präsentiert wird das so entstandene Werk, das sich an der Schnittstelle von Film, Installation und Performance bewegt, am Drehort selbst. Das Publikum ist dort unter sich. Von den Protagonisten und Protagonistinnen bleiben nur Spuren.

Termine Do, 13. Juni, 18.00 Uhr, 21.00 Uhr Fr, 14. Juni, 18.00 Uhr, 21.00 Uhr Sa, 15. Juni, 18.00 Uhr, 21.00 Uhr So, 16. Juni, 18.00 Uhr, 21.00 Uhr

Ort Halle E im MuseumsQuartier Museumsplatz 1, 1070 Wien

Preise Euro 20,-

Dauer 95 Min. + anschließende Ausstellung

Augustin Am 15. Juni können beide Vorstellungen von Missing People von Béla Tarr gegen Vorlage einer aktuellen Ausgabe der Wiener Straßenzeitung Augustin bei freiem Eintritt besucht werden. Karten sind nach Verfügbarkeit am 15. Juni jeweils an der Abendkasse im Foyer der Halle E+G im MuseumsQuartier erhältlich.