Alligatoah: Rap der feinen Sorte
Alligatoah: Rap der feinen Sorte

© 2014 Sebastian Patter/Redferns/Getty Images

Kultur
08/17/2015

Frequency Festival 2015: Ein Überblick und zwei Tipps

Frequency Festival 2015: Ein Überblick und zwei Tipps

Im vergangenen Jahr tummelten sich über 200.000 Partybegeisterte auf dem grünen Gelände an der Traisen. Auch heuer wird für die angekündigten Massen vom 20. bis zum 22. August wieder mit einem dichten Programm aufgewartet: von The Prodigy und Linkin Park bis zu den Chemical Brothers. Auf fünf Bühnen aufgeteilt, finden täglich insgesamt 18 Stunden Programm statt – durchgehend von Mittag bis in den frühen Morgen. Ein flankierendes Food-Festival sorgt für kulinarische Höhepunkte mit Produkten aus der Region, die in Food Trucks verkauft werden. Und natürlich wird auch für Bier-Kenner bestens gesorgt, die ihr Kilkenny oder Guinness serviert bekommen.

Generell versucht das Festival, sich immer ökobewusster zu geben. Es gibt auf der Website eine eigene Anreisebörse, um Car-Pooling zu vereinfachen. Außerdem wird seit einigen Jahren Green Camping angeboten: Gratis kann man auf einem separierten Bereich im hintersten Winkel des Campingareals zelten – solange die Umgebung nicht als Endlager für Dosen und Plastik missbraucht wird. Nach Ende des Festivals gibt es zudem die Möglichkeit, die benutzten Zelte, Schlafsäcke und Isomatten dem Flüchtlingslager Traiskirchen zu spenden.

Enter Shikari (Samstag, 22.8., Green Stage)

Die impulsiven Briten bezeichnen sich selbst als Trancecore-Gang, aber das wird ihrer kreativen und genreübergreifenden Schmelztiegelkunst nicht gerecht. Mit ihrem neuen Album „The Mindsweep“ kombinieren Enter Shikari eine ganze Menge gegensätzlich scheinender Genres: Metal, Electro, Schreigesang, Rap und Synthesizer. Inhaltlich schaffen sie ohnehin den Spagat zwischen politischen Texten und jugendlichem Elan.

Alligatoah (Samstag, 22.8., Space Stage)

Das deutsche Multitalent Alligatoah ist hyperaktiv: ein Album mit den Kollegen von Trailerpark, eine gemeinsame Tour, ein Solo-Akustik-Projekt, dazwischen ein paar Features. Musikalisch bietet der gebürtige Niedersachse deutschen Rap der feinen Sorte. Seine Texte, stets mit Wortwitz gespickt, aber intellektuell und lyrisch hieb- und stichfest, werden musikalisch vielfältig umgesetzt: von Doubletime bis Gesang, von Gangsta-Rap bis zu akustischen Songs. Alligatoah hat alles drauf.