Hedy Lamarr: Teile ihrer Asche lagerten mehrere Jahre in Wien

Hedy Lamarr: Teile ihrer Asche lagerten mehrere Jahre in Wien

Hedy Lamarrs Sohn kämpfte jahrelang um adäquate Ruhestätte für Wiener Hollywood-Diva – Er konnte sich die Kosten für Grabstein nicht leisten

Wie „profil“ in seiner Montag erscheinenden Ausgabe berichtet, hat die Asche der aus Wien stammenden Hollywood-Diva Hedy Lamarr, die vergangenen Freitag, zwei Tage vor ihrem 100. Geburtstag, am Wiener Zentralfriedhof in einem Ehrengrab beigesetzt wurde, eine lange Reise hinter sich. Im Zuge des Dokumentarfilms „Calling Hedy Lamarr“ des Österreichers Georg Misch war Anthony Loder, Lamarrs Sohn aus der Ehe mit dem Schauspieler John Loder, 2006 nach Wien gereist. Im Gepäck hatte er die Urne seiner im Jahr 2000 verstorbenen Mutter. Er wollte ihrem sehnlichsten Wunsch nachkommen, einen Teil ihrer Asche im Wienerwald zu verstreuen; den Rest wollte er in einem Ehrengrab in ihrer Heimatstadt beigesetzt wissen. Ein Ehrengrab hätte er bekommen, doch die damit verbundenen Kosten von zirka 10.000 Euro für die Errichtung eines Grabsteins konnte der heute 70-jährige und schwer krebskranke Telefonhändler aus Los Angeles nicht aufbringen. Deswegen war die Hälfte der nicht in „Mums Heimaterde“ verstreuten Asche acht Jahre lang in Wien zwischengelagert worden: Zuerst in einem Plastiksack in der Wiener Produktionsfirma Mischief, danach „bei einem guten Freund in Wien“. Nach jahrelangem Kampf hatte sich die Gemeinde Wien nun bereit erklärt, die anfallenden Kosten zur Gänze zu übernehmen. „Jetzt darf sie endlich wieder nach Hause“, erklärte Loder gegenüber „profil“ nach der Beisetzung. „Ich war schon sehr ungeduldig.“