Neue Alben: Iggy Pop, Krafftmalerei, Johannes Motschmann

Iggy Pop: Post Pop Depression

Iggy Pop: Post Pop Depression

Iggy Pop ist zurück. Der Pionier des Punkrock feiert die „Post Pop Depression”. profil unerhört bespricht die wichtigsten Alben der Woche.

Iggy Pop: Post Pop Depression (Rekords Rekords/Caroline)

Von der Depression, die auf Iggy Pops neuestem Album die Rede ist, ist anfänglich wenig zu merken. Die dunklen Wolken ziehen erst später über die insgesamt neun Songs, die hier zusammen mit Josh Homme entstanden sind. Darin zieht es den Erfinder der Punk-Musik musikalisch noch einmal nach Westberlin („German Days“) zieht. Ende der 1970er-Jahre hatte es ihn mit seinem Freund David Bowie dorthin verschlagen, Iggy hat dort seine ersten Soloalben veröffentlich. Die Schatten werden größer, die Falten tiefer, die Gitarren schwerer. Letzte Lieder? Man sollte nicht darauf wetten. (7.5/10) Ph. D.

Iggy Pop - American Valhalla

Johannes Motschmann: Electric Fields (Neue Meister/Berlin Classics)

Analoge Synthesizer, Wurlitzer-Klavier, CP-70-Piano: Der Berliner Johannes Motschmann vereint auf seinen „Electric Fields“ klassische Kompositionen, elektronische Spielereien, Krautrock- und New-Wave-Versatzstücke zu einer akustischen Soundlandschaft. Schwerelos, roh, mechanisch. (7.0/10) Ph. D.

Johannes Motschmann - Flow Expansion

Krafftmalerei: Plagiat (Totally Wired)

Computerspielsounds, Lo-Fi-Gitarrengeschrammel, hauntologische Elektro-Rakete: Die Linzer Künstlergruppe Krafftmalerei lässt sich auf „Plagiat“ von heimischen Underground-Größen (Kate Kristal, Dot Dash, Two Pigs Under One Umbrella) covern und finanziert sich so eine Retrospektive. Widerborstig gegen den Mainstreamflow. (7.0/10) Ph. D.

Playlist:

Vague: In the Meantime (Siluh Records)
Wintersleep: Amerika (Song)
RNDM: Ghost Riding (Dine Alone)
Element Of Crime: Wenn der Wolf schläft müssen alle Schafe ruhen EP (Universal)
PJ Harvey: The Wheel (Song)