Oscars 2015: Die wichtigsten Filme und Fakten zur Verleihung

Oscars 2015: Die wichtigsten Filme und Fakten zur Verleihung

Mit neun Oscar-Nominierungen ziehen die Komödien "Grand Budapest Hotel" und "Birdman" an der Konkurrenz vorbei. Welche Filme und Schauspieler bei der Verleihung am 22. Februar (Neil Patrick Harris moderiert) sonst noch heiß gehandelt werden, lesen Sie hier. Die wichtigtsten Fakten im Überblick:

Acht Filme rittern um den Oscar für den besten Film, darunter "American Sniper", "Selma", "Die Entdeckung der Unendlichkeit" und "Whiplash". In der Königskategorie ebenso nominiert wie für die beste Regie sind "Birdman" von Alejandro Inarritu, "Boyhood" von Richard Linklater, "The Grand Budapest Hotel" von Wes Anderson und "The Imitation Game" von Morten Tyldum.

Die wichtigsten Hauptdarsteller
Bei den nominierten Hauptdarstellern dominieren jene, die reale Figuren darstellen: So ist Benedict Cumberbatch als Alan Turing ("The Imitation Game") ebenso im Rennen wie Eddie Redmayne alias Stephen Hawking ("Die Entdeckung der Unendlichkeit") und Steve Carell als mörderischer Millionär und Box-Aficionado John Du Pont ("Foxcatcher").

Die wichtigsten Hauptdarstellerinnen
Bei den Damen konkurrieren Felicity Jones ("Die Entdeckung der Unendlichkeit"), Julianne Moore ("Still Alice"), Rosamund Pike ("Gone Girl"), Reese Witherspoon ("Wild - Der große Trip") sowie Marion Cotillard ("Zwei Tage, eine Nacht"). Amy Adams, die erst am Sonntag für ihre Rolle der Margaret Keane in "Big Eyes" mit einem Golden Globe geehrt wurde, ging ebenso leer aus wie ihr Co-Star Christoph Waltz.

19. Nominierung für Meryl Streep
Über ihre bereits 19. Nominierung kann sich indes Meryl Streep freuen, die für ihre Nebenrolle der Hexe in "Into the Woods" genannt wurde. Dreimal war die 65-Jährige bereits erfolgreich. Ihr gegenüber stehen Patricia Arquette ("Boyhood"), Laura Dern ("Wild - Der große Trip"), Keira Knightley ("The Imitation Game") und Emma Stone ("Birdman"). Bei den Männern haben Robert Duvall ("The Judge"), Ethan Hawke ("Boyhood"), Edward Norton ("Birdman"), Mark Ruffalo ("Foxcatcher") und J.K. Simmons ("Whiplash") Chancen auf eine Trophäe.

Die besten nicht englischsprachigen Filme
Während es "Das finstere Tal" von Andreas Prochaska nicht auf die Shortlist für den Auslands-Oscar schaffte, können sich nun "Ida" (Polen), "Leviathan" (Russland), "Tangerines" (Estland), "Timbuktu" (Mauretanien) und "Wild Tales" (Argentinien) Hoffnungen in der Kategorie "Bester nicht englischsprachiger Film" machen. Auch der deutsche Regisseur Wim Wenders hat mit seinem Dokumentarfilm "Das Salz der Erde" Chancen auf eine Trophäe. Der Film über den brasilianischen Fotografen Sebastiao Salgado ist ebenso in der Sparte "Beste Dokumentation" nominiert wie "Citizenfour" über Edward Snowden, "Finding Vivian Maier", "Last Days in Vietnam" und die Netflix-produzierte Gorilla-Doku "Virunga".

Überraschend mager war die Ausbeute für Ava DuVernays Bürgerrechtsdrama "Selma", das lediglich zwei Nennungen erhielt, während im Feld der besten Animationsfilme der Blockbuster "The Lego Movie" fehlt. Stattdessen sind u.a. "Drachenzähmen leicht gemacht 2" und "Die Boxtrolls" nominiert.

Neil Patrick Harris moderiert
Die 87. Academy Awards werden am 22. Februar in Los Angeles vergeben. Als Moderator ist erstmals "How I Met Your Mother"-Star Neil Patrick Harris gebucht. Im vergangenen Jahr wurde das Sklavendrama "12 Years a Slave" als bester Film ausgezeichnet.

Die Filme mit den meisten Nominierungen

• 9 Nominierungen
"Birdman"
"The Grand Budapest Hotel"

• 8 Nominierungen
"The Imitation Game" (The Imitation Game - Ein streng geheimes Leben)

• 6 Nominierungen
"American Sniper"
"Boyhood"

• 5 Nominierungen
"Interstellar"
"Foxcatcher"
"The Theory of Everything" (Die Entdeckung der Unendlichkeit)
"Whiplash"

• 4 Nominierungen
"Mr. Turner"

• 3 Nominierungen
"Into the Woods"
"Unbroken"

• 2 Nominierungen
"Guardians of the Galaxy"
"Inherent Vice"
"Selma"

Die Nominierungen in den wichtigsten Kategorien

BESTER FILM

"American Sniper"
"Birdman"
"Boyhood"
"Selma"
"The Grand Budapest Hotel"
"The Imitation Game" (The Imitation Game - Ein streng geheimes
Leben)
"The Theory of Everything" (Die Entdeckung der Unendlichkeit)
"Whiplash"

BESTE REGIE

Alejandro G. Inarritu für "Birdman"
Bennett Miller für "Foxcatcher"
Morten Tyldum für "The Imitation Game" (The Imitation Game - Ein
streng geheimes Leben)
Richard Linklater für "Boyhood"
Wes Anderson für "The Grand Budapest Hotel"

BESTER SCHAUSPIELER

Bradley Cooper in "American Sniper"
Michael Keaton in "Birdman"
Steve Carell in "Foxcatcher"
Benedict Cumberbatch in "The Imitation Game" (The Imitation Game -
Ein streng geheimes Leben)
Eddie Redmayne in "The Theory of Everything" (Die Entdeckung der
Unendlichkeit)

BESTE SCHAUSPIELERIN

Rosamund Pike in "Gone Girl"
Julianne Moore in "Still Alice"
Felicity Jones in "The Theory of Everything" (Die Entdeckung der
Unendlichkeit)
Marion Cotillard in "Two Days, One Night" (Zwei Tage, eine Nacht)
Reese Witherspoon in "Wild"

BESTER NEBENDARSTELLER

Edward Norton in "Birdman"
Ethan Hawke in "Boyhood"
Mark Ruffalo in "Foxcatcher"
Robert Duvall in "The Judge"
J.K. Simmons in "Whiplash"

BESTE NEBENDARSTELLERIN

Patricia Arquette in "Boyhood"
Emma Stone in "Birdman"
Keira Knightley in "The Imitation Game" (The Imitation Game - Ein
streng geheimes Leben)
Meryl Streep in "Into the Woods"
Laura Dern in "Wild" (Der große Trip - Wild)

BESTER NICHT-ENGLISCHSPRACHIGER FILM

Argentinien mit "Wild Tales"
Estland mit "Tangerines"
Mauretanien mit "Timbuktu"
Polen mit "Ida"
Russland mit "Leviathan"

(APA/Red.)