The Makemakes vertreten Österreich beim Song Contest

The Makemakes vertreten Österreich beim Song Contest

Österreich hat sich entschieden: Die Rockband The Makemakes wurde bei der großen ORF-Show "Wer singt für Österreich?" zum Vertreter des Gastgeberlandes beim 60. Eurovision Song Contest gewählt, dessen Finale am 23. Mai in der Wiener Stadthalle über die Bühne geht. Die dreiköpfige Gruppe setzte sich in der Stichwahl gegen die Indieformation Dawa durch.

Die Band selbst zeigte sich nach dem Sieg "überwältigt", wie Sänger Dominic Muhrer sagte. "Wie können es nicht fassen." Die nächsten Tage und Wochen dürften nun einiges an Stress und Arbeit für das Trio bereithalten. "Das werden sie uns wohl in zwei Stunden sagen, wie die genauen Pläne sind", mutmaßte Schlagzeuger Flo X. Meindl. "Aber wir werden weitermachen wie bisher. Wir machen unser Album fertig, üben natürlich fleißig."

"Top-Ten-Platz geht sich sicher aus"

Verändern wollen sie sich für den Song Contest jedenfalls nicht. "Die Haare schneiden wir uns sicher nicht ab", betonte Muhrer. Und Bassist Max Christ ergänzte, dass "der Bart dran bleibt" - selbst im Falle eines erneuten ESC-Triumphs. Von der Herausforderung in der Stadthalle wird sich die Gruppe wohl nicht einschüchtern lassen. "Jetzt, da wir die Mitbewerber gesehen haben: Da geht sich sicher ein Top-Ten-Platz aus", gab Muhrer gleichermaßen schmunzelnd und selbstbewusst als Ziel aus.

The Makemakes - I Am Yours

Die Makemakes hatten sich bereits beim ersten Teilvoting - den Stimmen von Expertenjurys aus zehn Ländern - knapp mit 107 Punkten vor Zoe mit 103 Punkten als Erste abgehoben. Auch beim zweiten Teil der Abrechnung, dem ersten österreichischen Publikumsvoting, setzten sich die drei Rocker von der Konkurrenz ab und stiegen mit der Indieband Dawa in die Stichwahl auf. Dort errangen sie klar den Sieg mit 78 Prozent der Stimmen.

Conchita Wurst gibt Tipps

Auch die noch amtierende ESC-Queen Conchita Wurst zeigte sich mit der Entscheidung für The Makemakes hochzufrieden: "Ich finde sie ganz großartig. Jetzt darf ich es ja sagen: Es standen meine zwei favorisierten Acts im Finale." Und einen Tipp hatte die bärtige Diva für ihre möglichen Nachfolger am Song-Contest-Thron ebenfalls parat: "Sie sollten wirklich versuchen, das zu genießen."

ORF-Fernsehdirektorin Kathrin Zechner zeigte sich ebenfalls begeistert vom Votum für die Rockcombo: "Wir haben eine Truppe an der Backe, die so stark ist, dass alles möglich ist - international wie national." Die nahe Zukunft für die Burschen sei jedenfalls vorgezeichnet: "Jetzt geht das reale Leben los: Arbeit, Arbeit, Arbeit."