Christina Hiptmayr: Glück, täglich fällig

Christina Hiptmayr: Glück, täglich fällig

Für täglich fälliges Glück ist gar nicht so viel notwendig.

„Geld macht nicht glücklich“, sagt der Volksmund. Wer angesichts des Reichtums anderer keine Blöße (sprich: Neidgefühle) zeigen will, argumentiert gern über die eigene prekäre finanzielle Situation hinweg. „Geld macht sehr wohl glücklich“, denken sich – zumindest insgeheim – all jene, die am Ende des Geldes noch recht viel Monat übrig haben.

Dass sie damit Recht haben, vermuten wir schon lange, nun ist es auch wissenschaftlich bestätigt. Allerdings: Wer glaubt, ein hohes Einkommen oder ein großes Erbe sei der Schlüssel zum Glück, der irrt. Eine aktuelle Studie der University of California kommt zu einem überraschenden Ergebnis. So soll das persönliche Glück von der Höhe des Kontostandes auf dem Girokonto abhängig sein. Und zwar ausschließlich. Demnach machen selbst hohe Schulden nicht unglücklich oder unzufrieden, solange der Saldo auf dem Girokonto stimmt. Umgekehrt können auch noch so hohe Beträge auf dem Sparbuch nicht für Glück sorgen, wenn auf dem Girokonto Ebbe herrscht. Das ergaben zumindest die Daten von rund 600 Kunden einer britischen Bank. Doch dieses Glück ist nicht ins Unendliche zu steigern: Die ersten 1000 Dollar seien am wichtigsten, meint Studienautor Peter Ruberton. Alles, was darüber hinaus gehe, führe nur unwesentlich zu mehr Wohlbefinden.

Gut zu wissen, dass für täglich fälliges Glück gar nicht so viel notwendig ist.