Pete Hegseth: Gewinnende Typen
Wie nicht anders zu erwarten, findet die Trump-Administration gerade eine großartige Lösung für das dumme Problem, dass die Supersupermacht USA den morgen-jetzt-aber-wirklich-endgültig!!! in Grund und Boden gebombten Jausengegner Iran nicht und nicht daran hindern kann, die Straße von Hormus zu schließen. Was ja leider gleichbedeutend damit ist, dass das vor Trump mächtigste Land der Erde diese – wie es der zweite große Meisterstratege unserer Zeit nennen würde – „militärische Spezialintervention“, die der beste Präsident seit 250 Jahren für seine Verhältnisse sicher wohlüberlegt vom Zaun gebrochen hat, verloren hat.
Zum Ersten hat Kriegsminister Pete Hegseth nach einem schonungslosen internen Bericht, in der die kriegerischsten Kriegsexperten, die er kriegen konnte, den Krieg gegen die Mullahs analysierten, herausgefunden, warum ihn die USA nicht wie an sich relativ fix eingeplant in zwei Stunden und 48 Minuten gewonnen haben. Und was soll man sagen: Der Grund ist nichts weniger als schockierend.
Aber: Hegseth handelt! Und zwar so: Alle Soldaten ab 30 werden jetzt einem verpflichtenden Testosteron-Check unterzogen. Und sollten sie unter dem für die erfolgreiche Beschreitung des Kriegspfads unbedingt nötigen Level sein – dem Vernehmen nach wird der Durchschnittswert der chemisch optimierten Martial-Arts-Käfigschläger, mit denen gemeinsam Trump den USA zum 250. Geburtstag vor dem Weißen Haus ins Gesicht gepinkelt hat, als Referenzwert herangezogen –, dann werden sie flugs hormonell aufgepeppt, damit die Eier zum Töten auch wirklich groß genug sind. Da werden die Rauschebärte in Teheran aber schön schauen!
Er wird sich einen beeindruckend großen Atompilz auf die rechte Arschbacke tätowieren lassen.
Hegseth wäre aber nicht der gefürchtete Feldherr, der er ist – wobei auch seine ökologischen Verdienste nicht unerwähnt bleiben sollten: Nach neuesten Berechnungen hat der Thunfischbestand im östlichen Pazifik um 1,8 Prozent zugenommen, weil durch das allnächtliche Schifferlversenken der US-Armee nicht nur die Zahl der Drogenschmuggler sinkt, sondern interessanterweise auch die Zahl der Fischer; die Gründe hiefür sind unklar -, wenn er das Problem nur von einer Seite attackieren und massakrieren würde.
Also hat er sich auch eine zweite Sofortmaßnahme ausgedacht. Und diese soll der Stärkung der Moral der Truppe dienen: Er wird sich einen beeindruckend großen Atompilz auf die rechte Arschbacke tätowieren lassen. Als Botschaft an alle, die meinen, sie könnten einem wie ihm blöd kommen. (Und sicherlich hegt Hegseth auch die unausgesprochene Hoffnung, dass nunmehr endlich auch diese dummen Missverständnisse aufhören, die mitunter passieren, wenn ihm jemand etwas ins Gesicht sagen will.)
Um die zweite Problemlösungskomponente kümmerte sich Trump hingegen persönlich – ging es doch bei ihr mehr ums große Ganze und um seine Kernkompetenz, den absoluten Schlüssel zu seinem Erfolg: seine schonungslose Ehrlichkeit. In einer der wichtigsten Reden an die Nation, die er jemals während seiner Präsidentschaft gehalten hat, seit er die letzte gehalten hat, drang er zur Wurzel allen Übels vor. Diese ist nicht etwa sein glorreicher Krieg mit allen negativen Folgen für Amerikaner und die ganze Welt oder seine sonstige segensreiche Tätigkeit – nein, es sind die unverdient schlechten Umfragewerte für die Wahlen im Herbst, die Midterms. Da denkt man tagein, tagaus ohne Unterlass an das Wichtigste auf der Welt – sich selbst –, und das ist der Dank?
Nein, diese Schande muss im nationalen Interesse dringend behoben werden, und zwar dadurch, dass man möglichst viele Leute vom Wahlrecht ausschließt, die den Verdacht nicht von der Hand weisen können, dass sie dieses ohnehin nur zu widerwärtig unamerikanischen Umtrieben missbrauchen. Und wenn sich diese Maßnahme zur Reinigung des durch und durch verrotteten Wahlprozesses im Herbst nicht effektiv genug in der Vermeidung von falschen Ergebnissen niederschlagen sollte, werden diese jetzt schon vorsorglich für falsch erklärt. Weil, wenn die Wahlmaschinen richtig funktioniert hätten oder die Briefwahl nicht gefälscht wäre, wären solche Ergebnisse ja nicht möglich gewesen. Das weiß jeder, das allein reicht ja schon als Beweis.
Einige Leute werden das natürlich nicht akzeptieren können. Dumme Leute, schlechte Leute. Aber denen sollte eines klar sein: Aufruhr wird nicht geduldet. Denn Trump hat Heg-seth. Einen Typen, hart wie versteinerte Saurierscheiße. Und wenn er dem sagt, er soll die Mullahs Mullahs sein lassen, um stattdessen jetzt einmal „America first!“ sehr wörtlich zu nehmen – dann würde ich zweimal nachdenken, bevor ich mich aufrührerisch betätige. Also auf einer Demo ein Pappschild mit einer die Gefühle des Präsidenten verletzenden Botschaft hochhalten oder so. Vor allem nicht in einer der gefährlichen Brutstätten des Kommunismus. Wie New York zum Beispiel. Weil das – das trifft sogar Hegseth.