© Udo Titz

Satire
03/22/2021

Rainer Nikowitz: Bärig

Herbert Kickl räumte vor dem U-Ausschuss ein, bei Türkis-Blau der „Problembär“ gewesen zu sein. Natürlich nur dort!

von Rainer Nikowitz

profil: Respekt, Herr Klubobmann! Ich hätte, offen gestanden, nicht gedacht, bei Ihnen jemals so etwas wie Einsicht zu erkennen.

Kickl: Ich auch nicht. Wo genau soll mir dieser Fehler bitte unterlaufen sein? 

profil: Sie haben sich kürzlich im U-Ausschuss als „Problembär“ der früheren türkis-blauen Koalition bezeichnet. 

Kickl: So haben mich ja nur die Türkisen gesehen. 

profil: Seltsam. Wie die wohl auf diese animalische Idee gekommen sind? Nach Ihrer BVT-Razzia? Oder Ihrer Forderung, das Recht müsse der Politik folgen? 

Kickl: Ich glaube, Letzteres sieht Sebastian Kurz spätestens jetzt sehr ähnlich.

profil: Der Punkt geht an Sie. Aber Sie scheinen mit der Bärenrolle ja nach wie vor wenig Probleme zu haben, oder? Was Sie zum Beispiel bei der letzten Corona-Demo aufgeführt haben, war ja auch ziemlich bärig.

Kickl: Einer muss das ja machen.

profil: Warum? 

Kickl: Eine Stimme von einem, der  an Nanopartikel von Bill Gates in der Corona-Impfung glaubt,  ist bei der Wahl genauso viel wert wie die von einem Virologen. Und unser Parteiobmann ist zwar auch ein Bär – aber dafür nicht ganz der richtige.

profil: Schwarz statt braun?

Kickl: Mehr der Teddy. 

profil: Besteht angesichts der leider schweren Erkrankung von Manfred Haimbuchner die Hoffnung, dass Sie in Zukunft beim Corona-Thema weniger blanke Aggression walten lassen werden? 

Kickl: Sie meinen … Hoffnung auf Einsicht?

profil: Ach so. Ja. 

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