<small><i>Sven Gächter</i></small>
Mediamarkt

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Brandaktuellen, wenn auch bislang unbestätigten Gerüchten zufolge erwägt Gerald Grosz nun doch einen NATO-Beitritt.

Dieser würde allerdings nicht ganz Österreich, sondern lediglich das BZÖ betreffen, und Grosz wäre dem Vernehmen nach zu einem solchen Schritt auch nur dann bereit, wenn die NATO sich ihrerseits verpflichtete, in einer symbolischen Goodwill-Aktion einen generalstabsmäßig orchestrierten Lufteinsatz gegen „alle Schwachköpfe, insbesondere Armin Wolf“ (©Grosz) zu fliegen. Der BZÖ-Bundesobmann hofft im Übrigen auf ein unbürokratisches Prozedere; das Beitrittsgesuch sollte formlos gestellt werden können, vorzugsweise via Twitter (sachdienliche Hinweise zum Account von NATO-Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen bitte an @GeraldGrosz). Und eben erreicht uns die Nachricht, dass Andreas Mölzer seit Kurzem ähnliche Pläne ventiliert. Er würde das entsprechende Mandat dabei nicht allein auf ein paar handverlesene Schwachköpfe beschränkt, sondern auf sämtliche Tugendterroristen des Landes ausgeweitet wissen wollen. Da einem Präventivschlag dieses Ausmaßes schätzungsweise 95 Prozent der österreichischen Bevölkerung zum Opfer fallen dürften, erscheint ein rasches Einlenken der zuständigen NATO-Gremien zur Stunde eher fraglich. Internationale politische Beobachter empfehlen Mölzer deshalb, nach dem Scheitern seiner EU-Kandidatur eine ständige Mitgliedschaft im UN-Sicherheitsrat anzustreben. Gegen ein Gratis-Abo von „Zur Zeit“ würde man in New York bestimmt mit sich reden lassen.

sven.gaechter@profil.at