profil vor 25 Jahren: Arnulf Rainer - Österreichs teuerster Maler

"Österreichs teuersten Maler" porträtierte profil in der Titelgeschichte vom 8. Mai 1989: Arnulf Rainer.

Anlass war "die erste Einzelausstellung eines lebenden Österreichers im New Yorker Guggenheim Museum“. Mit dieser, vom renommierten holländischen Ausstellungsmacher Rudi Fuchs kuratierten Schau habe sich der 59-jährige Arnulf Rainer "unter den Starkünstlern des 20. Jahrhunderts“ etabliert, schrieb profil, eine derartige Ausstellung im weltberühmten "Spiralbau“ des Big Apple sei für einen bildenden Künstler in etwa das, was "für den Tenniscrack das Finale in Flushing Meadow“ sei. Kein Wunder, dass Nationalstolz "durch den heimischen Blätterwald wehte“. Schließlich war Rainer auch erst der zweite lebende deutschsprachige Maler mit einer Einzelaustellung im Guggenheim - nach dem Deutschen Joseph Beuys. Eine derartige Ehre war etwa Oskar Kokoschka erst sechs Jahre nach seinem Tod zuteil geworden. Profil ließ auch Weggefährten des Malers zu Wort kommen, darunter die - vergangene Woche verstorbene - Malerin Maria Lassnig . "Er zeichnete tagelang im deformierten Untermietzimmer, ohne aus dem Bett aufzustehen, dabei atonale Töne von sich gebend, während die Zeichnungen immer schwärzer und schwärzer wurden“, erzählte Lassnig über Arnulf Rainers erste Künstlerjahre.

Nicole Schmidt