profil vor 25 Jahren: Die Kirche - das letzte Aufgebot

Das "letzte Aufgebot" der katholischen Kirche in Österreich, konkret: der designierte Salzburger Erzbischof Georg Eder, stellte sich in der profil-Titelgeschichte vom 9. Jänner 1989 der Kritik an seiner Person. Selbst kirchenintern war das reichlich konservative Weltbild Eders bekrittelt worden, wobei ihm im profil-Interview nicht wirklich vergönnt war, alle diesbezüglichen Bedenken auszuräumen. O-Ton Eder: "Eine direkte Abtreibung ist nicht erlaubt“, "Homosexualität ist Missbrauch der Natur (und AIDS eine Strafe Gottes).“ "Wenn sich der Mensch so viele Freiheiten herausnimmt, dann ist das auch einmal negativ.“ Durchaus positiv dagegen das Selbstbild des angehenden Bischofs: "Ich glaube nicht, dass mich niemand mag.“

DOWNLOAD: "Das "letzte Aufgebot" der katholischen Kirche" in profil 2/1989 (pdf)

Und trotzdem konnte die katholische Neu- und Rückbesinnung den Trend zur esoterischen Glaubenspraxis nicht einbremsen. Wobei Gott in dem Zusammenhang eher finanziell strafte: "Die Dunkelziffer der Pseudo-Heiler ist hoch, die Rechnungen sind es ebenfalls. In der Rotenturmstraße beispielsweise kos-tet eine Stunde Tiefatmen 700 Schilling.“ Amen.

DOWNLOAD: "Esoterik" in profil 2/1989 (pdf)

Sebastian Hofer