© Alexandra Unger

Österreich
10/31/2020

Alexander Wrabetz: "Mit mir gab es keine Vereinbarung über die ORF-On-Führung“

ORF-Chef über die FPÖ-Chats: „Das waren Gedankenspiele für die Zeit nach mir“ – „Ich rede mit Politikern nicht über Personalwünsche“.

von Eva Linsinger

ORF-Generaldirektor Alexander Wrabetz nimmt in einem Interview in der kommenden profil-Ausgabe erstmals zu den FPÖ-Chats zwischen EX-FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache und ORF-Stiftungsrat Norbert Steger Stellung. Steger schrieb, wie profil kürzlich berichtete, dass „mit ÖVP und GD“ ein neuer Chefredakteur von ORF-Online vereinbart sei. Wrabetz sagt dazu im profil-Interview: „Das Ganze bezieht sich auf eine angebliche Vereinbarung, die ich nicht kenne.“ Auf die Frage, wer sonst mit „GD“ gemeint sein könne, sagt Wrabetz: „Offenbar waren das Gedankenspiele für die Zeit nach mir.“ Und: „Meine Absetzung war ja das Hauptziel der FPÖ-Führung.“ Die angebliche Vereinbarung sei nicht mit ihm, sondern einem künftigen GD getroffen: „Im Frühjahr 2019 sind ja viele mit dem Marschallstab im Tornister herumgelaufen und haben sich als künftige Direktoren gesehen.“ Für ihn gelte jedenfalls: „Ich rede mit Politikern nicht über Personalwünsche.“

Zur umstrittenen Übertragung der Nationalfeiertagszeremonie, für die der ORF Flüge von Eurofightern bestellt haben soll, sagt Wrabetz: „Es war mein Wunsch, möglichst vielen die Teilnahme via TV zu ermöglichen. Unsere Bedingung war: Wenn wir das machen, dann soll etwas passieren, das fürs Fernsehen taugt.“ Denn: „Einen stehenden Panzer abzufilmen ist nicht das große Fernsehereignis.“

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