Bundesheer: 13 Kasernen weniger, Militärmusik wird reduziert

Bundesheer: 13 Kasernen weniger, Militärmusik wird reduziert

Das Bundesheer rüstet ab: Verteidigungsminister Gerald Klug (SPÖ) hat sein Reformkonzept für das Bundesheer 2018 präsentiert. Insgesamt sollen 13 Kasernen geschlossen werden, die Militärmusikkapellen will Klug von neun auf vier stutzen. Ordentlich reduziert werden die schweren Waffen. Man konzentriere sich nun auf die "einsatzwahrscheinlichsten" Aufgaben.

Im Zuge des Reformkonzepts des Bundesheers sollen 13 von derzeit 65 Kasernen zusperren. Teilweise waren sie schon zur Verwertung vorgesehen. Auch die Militärmusikkapellen soll es künftig nicht mehr in jedem Bundesland geben. Im Folgenden eine Liste der geplanten Schließungen:

Fast alle Bundesländer betroffen
Von den 13 Kasernen auf der Schließungsliste waren sechs bereits zur Verwertung vorgesehen. Betroffen sind fast alle Bundesländer: Geschlossen werden sollen die Goiginger-Kaserne in Bleiburg (Kärnten), in Niederösterreich die Radetzky-Kaserne in Horn, die Magdeburg-Kaserne in Klosterneuburg und der Kornellhof in Wiener Neustadt. In Oberösterreich soll es die Hiller-Kaserne in Ebelsberg, die Tilly-Kaserne in Freistadt und die Garnisonstraße in Linz treffen. In letzterem Gebäude war bis jetzt die Stellungsstraße untergebracht - sie wird innerhalb Oberösterreichs nach Hörsching verlegt.

An Kasernen zusperren sollen weiters die Strucker-Kaserne in Tamsweg, die Kirchner Kaserne in Graz und ebenfalls in der Steiermark die Hadik-Kaserne in Fehring, in Tirol die Frundsberg-Kaserne in Vomp und die Franz-Joseph-Kaserne in Lienz. In Wien ist die Starhemberg-Kaserne betroffen. Die Militärmusikkapellen werden von neun auf vier gestutzt, erhalten bleiben sollen die Standorte Wien, Klagenfurt, Innsbruck und Linz.

Schwere Waffen werden reduziert
Die im künftigen Bundesheer verfügbaren Hubschrauber werden für Einsätze in Österreich grundsätzlich zentral sowie lageangepasst auch temporär vor Ort bereitgehalten. Federn lassen muss das Bundesheer, geht es nach Klug, auch bei den schweren Waffen: Verwertet werden 106 Artilleriegeschütze, 25 Kampfpanzer, 23 Bergepanzer und 285 Panzerabwehrlenkwaffen. Verbände sollen gestrafft werden. Sparen muss man laut Minister auch beim Personal, bis 2018 ist eine Verringerung von 1.400 Arbeitsplätzen oder 5,9 Prozent vorgesehen.

Überblick: 13 Kasernen weniger, Militärmusik wird reduziert

Die Kasernen

Goiginger-Kaserne in Bleiburg (Kärnten)
Radetzky-Kaserne in Horn (NÖ)
Magdeburg-Kaserne in Klosterneuburg (NÖ)
Kornellhof in Wiener Neustadt (NÖ)
Hiller-Kaserne in Ebelsberg (OÖ)
Tilly-Kaserne in Freistadt (OÖ)
Garnisonstraße in Linz (OÖ)
Strucker-Kaserne in Tamsweg (Salzburg)
Kirchner Kaserne in Graz (Steiermark)
Hadik-Kaserne in Fehring (Steiermark)
Frundsberg-Kaserne in Vomp (Tirol)
Franz Joseph-Kaserne in Lienz (Tirol)
Starhemberg-Kaserne (Wien)

Militärmusik

Erhalten bleiben vier von neun: Wien, Klagenfurt,Innsbruck und Linz.

Sonstiges

- Verlegung Stellungsstraße von Linz nach Hörsching (OÖ)
- Schließung Militärrealgymnasium in Wiener Neustadt
- Schließung Hubschrauberstützpunkt in Annabichl in Kärnten
- Nur mehr temporärer Betrieb am Flugplatz Wiener Neustadt

(APA/Red.)