Burgenland: Niessl tritt am 28. Februar als Landeshauptmann ab

Landeshauptmann Hans Niessl (SPÖ) und Verteidigungsminister Hans Peter Doskozil (SPÖ)

Landeshauptmann Hans Niessl (SPÖ) und Verteidigungsminister Hans Peter Doskozil (SPÖ)

"Ich werde auch in Zukunft einer von euch bleiben".

Der burgenländische Landeshauptmann Hans Niessl wird am 28. Februar in dieser Funktion abtreten. Das verkündete Niessl am Samstag gegen Ende seiner Rede am Landesparteitag der SPÖ Burgenland in Oberwart. Der Partei will der scheidende Landesparteivorsitzende - Hans Peter Doskozil übernimmt am Samstag die Führung der Spitze - treu bleiben. "Ich werde auch in Zukunft einer von euch bleiben."

"Der Parteitag ist für mich nicht mit Wehmut oder Melancholie verbunden", meinte Niessl in seinem mehr als halbstündigen Statement. "Ich bin froh darüber, dass wir einen starken, erfahrenen, kompetenten Parteivorsitzenden bekommen". Doskozil werde nicht in seine Fußstapfen treten, sondern müsse seine eigenen Spuren hinterlassen. "Jeder ist eine andere Persönlichkeit, jeder muss neue Impulse setzen. Du wirst dir dein Team aussuchen, deine Schwerpunkte setzen", meinte er zu dem künftigen Parteichef. Doskozil müsse seinen Weg alleine gehen - mit seinem Team. Dieses neue Team soll er sich bis zur Übergabe am 28. Februar bei einem Sonderlandtag zusammenstellen.

Vertrauen in die Zukunftsfähigkeit der Partei hat Niessl. Trotz des bevorstehenden Wechsels liege man in dem Umfragen besser als bei der letzten Wahl. Niessl kann sich sogar vorstellen, dass man wieder nahe an eine absolute Mehrheit kommen könnte.

Rückblick auf 18 Jahre

In seiner Rede blickte Niessl auf seine 18 Jahre als Landeshauptmann zurück. Etwa darauf, dass man in den vergangenen 18 Jahren ein Plus von 30 Prozent an Arbeitsplätzen netto habe verbuchen können, sagte er. Außerdem zähle das Burgenland heute zu den Aufsteiger-Regionen in Europa.

Sein Statement nutzte Niessl auch, um einmal mehr Kritik an der Bundesregierung zu üben. "Überheblichkeit kommt vor dem Fall", meinte er in Hinblick darauf, dass die Bundesländer nicht ernst genommen würden und stieß damit ins gleiche Horn wie zuvor schon Bundesparteichef Christian Kern. "Wir müssen auf die Sorgen und Bedürfnisse der Menschen eingehen, um wieder die Nummer eins in Österreich zu werden", sagte Niessl.

An Doskozil gerichtet meinte Niessl: "Ich bin überzeugt davon, du wirst ein exzellenter Vorsitzender und du wirst mit der Sozialdemokratie auch in Zukunft großartige Erfolge feiern." Und: "Ich übergebe dir eine wunderbare Partei."