Wie soll man Kleinkinder in der Praxis auf Abstand zu fremden Kindern halten?
Wie soll man Kleinkinder in der Praxis auf Abstand zu fremden Kindern halten?

© APA/AFP

Wie macht das Ihre Schule?
04/07/2020

Corona-Krise: Wie macht das Ihre Schule?

Lernen und lehren in Zeiten der Corona-Krise. profil sammelt die besten Ideen.

Seit 16. März sind die Schulen in Österreich weitestgehend geschlossen. Das Coronavirus stellt Schülerinnen und Schüler, das Lehrpersonal und Pädagogen, die Eltern und Erziehungsberechtigte vor neue Herausforderungen. Die Schule ist plötzlich online – muss improvisieren und sich neuen Lehrmethoden stellen.

Jetzt stellt sich die Frage: Wie soll das funktionieren? Wie wird jetzt unterrichtet? Wie lässt sich Home Office und Heimunterreicht vereinbaren, wie organisieren sich Lehrerinnen und Lehrer untereinander – und wie helfen sich Jugendliche und Kinder gegenseitig. Und wie schafft man Ablenkung und Abstand vom Ausnahmezustand?

profil sammelt ab sofort kreative Ideen, Videos, Apps und virtuelle Welten von Schülern, Lehrern und Eltern – und wird sie gesammelt für Sie zur Verfügung stellen. Schicken Sie Ihre Tipps und Fundstücke, am besten mit Links, Fotos und kurzen Anekdoten an [email protected]

Wir freuen uns über Ihre Post.

Bleiben Sie gesund! Eva Linsinger und Philip Dulle

Wie macht das Ihre Schule?

Wir beide unterrichten am G19, dem Döblinger Gymnasium, und haben in der letzten Woche einige Projekte zusammengetragen, die über unseren derzeitigen alltäglichen Unterricht (auf Distanz) hinausgehen und durch Kreativität die Schulgemeinschaft verbinden sollen. Da wir Ihre Artikel für Profil verfolgen, dachten wir uns, dass Sie sich für unseren Beitrag interessieren könnten. Im Anhang finden Sie einen Text (Anmerkung: siehe weiter unten "Bunte Bäume und experimentelles Schreiben"), der einige unserer Projekte beschreibt und zusammenfasst, sowie Bilddokumente bzw. PDFs (siehe auch Homepage unserer Schule).

Wir würden uns freuen, wenn wir Ihr Interesse wecken können.

Herzliche Grüße,

Maria Schmid-Feistl & Robert Nehyba

Bunte Bäume und experimentelles Schreiben

Wenn Kreativität in einer Zeit der Distanz die Schulgemeinschaft verbindet

Unsere derzeitige Situation fordert von uns allen viele Abstriche. Gleichzeitig bilden diese Einschränkungen, mit denen auch die Schüler*innen, die Lehrer*innen und die Eltern des G19, des Döblinger Gymnasiums, jetzt leben müssen, die Basis für viele kreative Prozesse, deren Ergebnisse sie in der Zeit der örtlichen Distanz verbinden sollen. „Kreativität gehört zu unserem Unterrichtsalltag. Es wäre schön, wenn wir das in dieser herausfordernden Zeit für alle sichtbar machen könnten“, meint Robert Nehyba, Lehrer am G19. Gemeinsam mit seiner Kollegin Maria Schmid-Feistl versucht er, einige Projekte und Aktivitäten zu sammeln, die im Rahmen von Distance Learning an der Schule stattfinden und über den regulären Unterricht hinaus das Gemeinschaftsgefühl stärken sollen. Maria Schmid-Feistl sagt: „Normalerweise hängen die Werke an den Wänden der Klassen oder am Gang, nun sind die digitalen Medien unsere Präsentationsflächen. Die Kreativität unserer Werke ist es, die uns ablenkt, unterhält, zum Staunen bringt, unseren Alltag bereichert und uns etwas Gemeinsames schaffen lässt. Das verbindet!“ Hier finden Sie einige ausgewählte Beispiele:

Harald Kluge greift im Unterrichtsfach „Evangelische Religion“ das Motto italienischer Aktivist*innen „andrá tutto bene“ (Alles wird gut!) auf. Die Schüler*innen sollten ein Bild malen, das für jede*n Hoffnung und Zuversicht ausstrahlt. Der Lehrer erklärt: „Denn ’Alles wird gut!’ oder zumindest ’Vieles wird besser!’ klingt zwar weltfremd, aber hilft, diese Krise durchzustehen. Was will man mehr?“

Im Fach „Textiles Werken“ gestalten die Kinder als Zeichen des Zusammenhalts zuhause jeweils kleine textile Flächen. Wenn alle wieder in der Schule sein können, wird ein Baum im Schulgarten damit eingekleidet. Er soll an die Corona-Zeit erinnern. Irene Steininger schlägt ihren Schüler*innen vor: „Wenn ihr das Gefühl habt, der Oma, der Tante, der Freundin oder der Nachbarin geht es nicht gut, sie fühlen sich alleine, dann gebt ihnen eine Aufgabe. Erzählt ihnen, von unserem Projekt und bittet sie, uns zu unterstützen.“

Schüler*innen unterschiedlicher Klassen verfassen Quarantäne-Tagebücher und im Rahmen des Wahlpflichtfachs „Deutsch kreativ“ erstellen die Schüler*innen in Anlehnung an Boccaccios "Il Decamerone" einen "Corona-Novellen-Reigen". Die Handlung spielt im Wien des 21. Jahrhunderts - nicht die Pest verbreitet Angst und Schrecken, sondern das Corona Virus. Isabel Coll, Deutschlehrerin, meint: „Trotz allem ist dieses kreative Schreiben das, was uns verbindet und Trost spendet! Ich bin schon neugierig auf das Ergebnis.“

„In Zeiten wie diesen, in denen wir die Decke anstarren, nichts als die Decke, in denen wir im Pyjama bleiben, den ganzen Tag, in denen wir hoffen, bald wieder zu schlafen, in denen wir nichts als die Nachrichten hören, ist es wichtig, es ist notwendig, die Literatur bei uns zu wissen“, so Marlene Prinz, die mit ihrer Klasse eine digitale Literaturzeitschrift für die Schulhomepage herausgegeben hat. Ein Aufruf zum „Experimentellen Schreiben“ soll der gesamten Schulgemeinschaft die Möglichkeit geben, in Form von Kurztexten, wie Minimal Fiction, Mini-Sagas und Black Out Poetry, ihre Gedanken zu teilen. Über die Instagram-Seite der Schulbibliothek #bib_g19 und die Homepage werden die Werke veröffentlicht. Der Plan von Maria Schmid-Feistl und Robert Nehyba ist es, „vorerst einen digitalen Flash-Mob zu versuchen. Wenn wir alle wieder in der Schule sind, wollen wir die Wände mit unseren Werken tapezieren.“

Black Out Poetry

Und für jene, denen die Bewältigung des Lernstoffes zuhause schwerfällt, gibt es eine kreative Lösung, die Moritz Mitterlehner, ein Schüler des G19, umgesetzt hat. Mit Online Study Buddy wird ein bewährtes System des Lerncoachings, das im Schulalltag des Döblinger Gymnasiums am Schreibtisch abläuft, digital realisiert. Ältere Schüler*innen sollen jüngeren bei der Bewältigung ihrer Aufgaben, ihrer Zeiteinteilung, ihrem Schulalltag zu Hause helfen, was genau jetzt eine wichtige Unterstützung bietet. Andrá tutto bene – alle diese Aktivitäten zielen darauf ab, dass wir uns nach Corona nicht nur an die schreckliche Zeit erinnern, in der uns ein Virus bis in die Grundfesten unserer Gesellschaft erschüttert hat. Vielmehr wollen wir es geschafft haben, über den regulären Schulalltag hinaus, unser gemeinsames kreatives Potenzial in einer schwierigen Situation zu nutzen, um miteinander verbunden zu sein. Dieses und noch viel mehr finden Sie auch auf unserer Homepage.

Verfasserin & Verfasser dieses Textes:

Maria Schmid-Feistl (Fächer: Deutsch, Französisch, Deutsch als Zweitsprache. Schulbibliothekarin, Personalvertreterin, Mitglied des Schulgemeinschaftsausschusses, Betreuungslehrerin. Unterrichtet am G19 seit 1993) • Robert Nehyba (Fächer: Englisch, Französisch. SQA-Koordinator - Schulqualität Allgemeinbildung, Betreuungslehrer. Unterrichtet am G19 seit 2013)

Lied für junge Volksschulkinder

Ich bin auf Ihren Artikel „Wie macht das Ihre Schule“ gestoßen. Meine kleine Schnecke aus der Sprachförderklasse hat mit mir ein Lied für junge Volksschulkinder zum Mitsingen aufgenommen.

Musikalische Grüße! Nikolaus Albert, Volksschullehrer aus Floridsdorf

Distance Learning Volksschule Mozartschule Linz

Ich möchte Ihrem Aufruf nachkommen und Ihnen kurz über meine Vorgehensweise in der online-Betreuung meiner Volksschulklasse berichten. Das Distance-Learning stellt uns Lehrerinnen und Lehrer in der Volksschule vor große Herausforderungen. Ich unterrichte in einer Volksschule im Zentrum von Linz, unsere Schule besuchen viele Kinder mit Migrationshintergrund. In einigen Familien ist kein PC, Laptop oder Drucker vorhanden. Kurz vor den Schulschließungen letzte Woche habe ich meinen SchülerInnen und Schülern deshalb Arbeitspläne und -materialien in gedruckter Form ausgegeben.

Mir ist es jedoch wichtig, dass ich für meine Kinder auch in dieser jetzigen Phase präsent bin.

Ich habe deshalb die Idee von anderen KollegInnen in Österreich aufgegriffen und für meine Klasse eine kostenlose Homepage erstellt, wo ich versuche, den Kindern zusätzliche (kurzweilige) Aufträge und auch Arbeitsblätter (in einem passwortgeschützten Bereich) zur Verfügung zu stellen und sie mit Videos von mir direkt anzusprechen. Wenn die Eltern es erlauben und möchten, können sie mir auch Fotos von den Kindern beim Erledigen der Aufgaben schicken, die in der Fotogalerie der Homepage veröffentlicht werden. Die Homepage und die Aufträge sind auch am Smartphone abrufbar.

Die Resonanz von den Eltern ist durchaus positiv, viele sind über zusätzliche sinnvolle Beschäftigungsmöglichkeiten dankbar.

Unsere Klassenhomepage ist unter folgendem Link abrufbar: https://edith-schrammel.jimdofree.com

Wir alle, sowohl LehrerInnen, SchülerInnen und Eltern sind aber froh, wenn hoffentlich bald wieder alles seinen gewohnten Gang geht, denn gerade in der Volksschule ist der direkte, persönliche LehrerInnen - SchülerInnen Kontakt von großer Bedeutung.

Mit freundlichen Grüßen, Edith Schrammel, VS 4 Mozartschule Linz

Gerald Landl, Europagymnasium Baumgartenberg

Ich bin im Internet auf Ihr Vorhaben, eine Ideensammlung zu erstellen, aufmerksam geworden.

Da ich an unserer Schule mit einem Kollegen für die Koordination und technische Umsetzung des Online Lehrens und Lernens verantwortlich zeichne, wollte ich ihnen gerne einen kleinen Ausschnitt dessen, was meine Kolleg*innen bereits am Montag 16.3., in ihren ersten Onlineunterrichtsstunden umgesetzt haben, zukommen lassen. Ich bin wirklich stolz auf unser Lehrerteam, was das Kollegium im Zeitraum eines Wochenendes an Vorarbeit geleistet hat, um einen optimalen Start in diese neue Phase des Unterrichtens zu gewährleisten. Wir haben mittlerweile auch eine Befragung der Schuler*innen durchgeführt und zahlreiche Rückmeldungen der Elternschaft erhalten, die uns allesamt in unserer Art der Umsetzung bestätigen.

Als Kommunikationsplattform setzen wir, so wie viele Schulen, MS Teams ein. Für die Umsetzung der Lernmaterialien kommen themen- und situationsbezogen unterschiedliche Plattformen von Teams bis Eduvidual, Moodle zum Einsatz.

Mit freundlichen Grüßen,

Gerald Landl

Europagymnasium Baumgartenberg - Lehrerbrief an die Schülerinnen und Schüler

Liebe Schülerinnen und Schüler!

Wir hoffen, dass es euch und euren Familien gut geht und ihr alle gesund seid.

Wenn euch allerdings in dieser zweiten Woche zuhause schon die Decke auf den Kopf fällt, euch eure Geschwister nerven oder euch einfach nur die Bewegung oder die Ruhe fehlt, dann zuerst einmal tief durchatmen - wir haben genau das Richtige für euch.

Für alle Yogaaffinen unter euch haben wir ein paar interessante Stunden mit unterschiedlicher Intensität gewählt. Also einfach reinklicken und ab auf die Matte:

Wer mit dem herabschauenden Hund nichts anfangen kann, dem stehen die nächsten 2 Videos zur Verfügung:

Zusätzlich stellen wir euch eine 30-Tage-PLANK-Challenge vor).

Der Plan beginnt mit lockeren 20 sec. und endet nach 30 Tagen mit 5 !!! Minuten.

Also fleißig mitmachen und durchhalten.

Schickt uns auch gerne ein Foto oder ein kurzes Video von euren Erfolgen und Fortschritten.

Eine schöne Woche wünschen euch

die BSP-Lehrer

Wolfgang Ferstl, Schulleiter HAK/HAS/AUL Neunkirchen

Wir sind als Lehrer mit Microsoft Teams verbunden und halten so unsere Onlinekonferenz ab. Täglich bekommen die Schüler motivierende Tagesimpulse. Die erste Woche wurde bei den Schülerinnen und Schülern mittels Fragebogen evaluiert.

Facebook-Gruppe für LehrerInnen

Lehrer/innen Österreich ist eine geschlossene Facebook-Gruppe für den Austausch von Anregungen und Tipps für das Schulleben. Der Gruppe beitreten kann man unter folgendem Link.

Sebastian Lugmayr, Schülersprecher HLW/FW/BASOP Zwettl

Ganz allgemein arbeiten wir mit der Lernplattform LMS ( https://lms.at/ ). Das funktioniert ziemlich gut, da sich die meisten LehrerInnen damit auskennen. Allerdings stürzen dort die Server manchmal ab, dass heißt man kann nicht immer damit arbeiten.

Außerdem kommunizieren wir sehr viel per Mail - und erhalten per Mail Arbeitsaufträge. Unter anderem mussten wir das Fach „Gitarre“ schon Audiodateien auf LMS hochladen und auch in Zeichnen durften wir schon diverse Arbeitsaufträge erfüllen.

Was ich persönlich nutze ist die App "Discord" sowohl auf dem Computer als auch auf dem Handy. Funktioniert ähnlich wie Skype nur besser und einfacher. Mit dieser App kommuniziere ich mit meinen KlassenkollegInnen.

Was meiner Meinung auch noch (besonders für eher jüngere Schüler) ist die Website learningapps.org. Dort kann man selber unterschiedliche Quizzes erstellen oder selbe welche spielen.

Viele Schüler teilen sich, sofern möglich, die Arbeit auf. Der eine kümmert sich zum Beispiel um Chemie, der andere um Physik) Das funktioniert bei manchen Arbeitsaufträgen. Danach tauscht man die Daten (meistens per diversen WhatsApp Gruppen) aus.

Mir persönlich ist aufgefallen das viele meiner KollegInnen die Zeit nutzen um ihr Auto zu waschen, Schränke auszuräumen und Dinge zu tun die man lange aufgeschoben hat. Ich glaube viele Schüler beginnen auch zu zeichnen oder machen andere kreative Dinge.

Sonja Thalmann, Customer Experience Manager, Eduwerk

Ich möchte Sie auf unseren Blog https://eduwerk.acp.at/blog aufmerksam machen.

Zu unserem Unternehmen: ACP eduWERK ist Partner für alle administrativen, technischen und pädagogischen Fragen rund um die Einführung digitaler Lernbegleiter an Bildungsinstitutionen. Wir unterstützen Schulen bei der Einführung digitaler Lernbegleiter im Unterricht durch passendes Hardware-Angebot, Finanzierungsmöglichkeiten und Trainings.

Aufgrund der aktuellen Situation möchten wir unseren Kunden, aber auch allen anderen Interessierten, auf unserem Blog Inspiration für den Heimunterricht bieten. Speziell dazu haben wir bereits folgende Beiträge verfasst:

Fernunterricht ja - aber wie? Inhalte und Apps für dein virtuelles Klassenzimmer Lehren aus der Ferne - Tipps & Tricks

Weitere Beiträge folgen im Laufe dieser Woche.

Sarah Ali und Markus Weichselbaumer

Wir sind Lehrer der 2c an der GTVS- Irenäusgasse2. 1210 Wien.

Unsere Klasse hat seit der ersten Klasse eine eigene Blog-Seite. Auf dieser Seite sind für die Schüler, die Eltern und auch für uns Bilder, Fotos, Texte, Gedichte, Berichte, Musik von Projekten, Werkstücken, Zeichnungen, etc… jederzeit ersichtlich. Im Moment kommt uns dieser Blog sehr zu Gute, da täglich Arbeitsaufträge mit entsprechenden Downloads und Erklärungen in unterschiedlichsten Bereichen, wie zum Beispiel auch in Bildnerischer Erziehung, Musikerziehung, usw. zu Verfügung gestellt werden.

Hier ist unsere Blog-Adresse: https://gitarren-charly.blog

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