FPÖ lud Islamisten ins Parlament

FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache (re.) und Johannes Hübner, außenpolitischer Sprecher der FPÖ

FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache (re.) und Johannes Hübner, außenpolitischer Sprecher der FPÖ

Muslimbrüder und Vertreter der Terrorgruppe Gamaa Islamija auf Einladung von FPÖ-Hübner bei Plenarsitzung.

„profil“ berichtet in seiner aktuellen Ausgabe (33/15) über bizarre Kontakte der FPÖ zu ägyptischen Islamisten. Am 8. Juli besuchte eine Delegation ägyptischer Exilabgeordneter auf Einladung der FPÖ das Parlament und verfolgte dabei eine Debatte des Nationalrats.

Bei den Exilabgeordneten handelte es sich um Mohammed al-Fiqi, Osama Suleiman und Amer Abdel-Rahim. Al-Fiqi und Suleiman gehören der islamistischen Muslimbruderschaft an. Abdel-Rahim ist Mitglied der „Aufbau- und Entwicklungspartei“. Diese gilt als politischer Arm der Gamaa Islamija („Islamische Gruppe“), die von der EU und den USA als terroristische Organisation eingestuft wird. Die Gamaa Islamija verübte 1997 das Massaker in Luxor, bei dem 62 Menschen, darunter 58 Touristen, ermordet wurden.

"Wir wollten ein Zeichen setzen"

Wie der außenpolitische Sprecher der FPÖ, Johannes Hübner, gegenüber „profil“ bestätigt, habe er die ägyptische Delegation offiziell eingeladen. Der Kontakt sei über die ägyptische Gemeinde in Österreich erfolgt. Hübner: „Das bedeutet keinesfalls eine Aufweichung der freiheitlichen Position gegenüber dem Islamismus und dem politisierenden Islam. Wir wollten ein Zeichen setzen gegen die systematischen Menschenrechtsverletzungen in Ägypten.“

Die Muslimbruderschaft war nach der Absetzung des von ihr gestellten Staatspräsidenten Mohammed Mursi 2013 verboten worden. Hunderte Funktionäre wurden zum Tode verurteilt. In Österreich leben bis zu 1300 Muslimbrüder.