Frank Stronach: 38-Millionen-Euro-Honorar löste in Kanada Proteste aus

Frank Stronach: 38-Millionen-Euro-Honorar löste in Kanada Proteste aus

Franks goldene Jahre: Frank Stronach hatte 2013 ein Beratungshonorar von 38 Millionen Euro von Magna kassiert. In seiner Wahlheimat löste der Kurzzeitpolitiker damit Proteste aus.

Kurzzeitpolitiker und Magna-Gründer Frank Stronach hat in seiner Wahlheimat Kanada eine heftige Debatte über Managergehälter losgetreten. Vergangene Woche wurde publik, dass Stronach 2013 ein Beratungshonorar von 38 Millionen Euro von Magna kassiert hatte. Der Konzern versuchte zu beruhigen: "Die Kompensationszahlungen werden nicht erneuert oder verlängert.“ 2014 werde zum letzten Mal Geld von Magna an Stronach fließen. Der 81-Jährige hatte sich seinen Abgang 2011 vergoldet: Neben einer Abfindung von knapp 600 Millionen Euro ließ er sich seither jährlich ein Beraterhonorar in der Höhe von über zwei Prozent des Jahresumsatzes auszahlen. Kanadische Gewerkschafter und Mitglieder der Occupy-Bewegung fordern nun die Deckelung von Gehältern. Die 100 Topmanager des Landes kassieren durchschnittlich 5,2 Millionen Euro pro Jahr, 173 Mal mehr als ein Kanadier normalerweise verdient (30.000 Euro).

(EM/FD)