Eine Frau mit blauer Halskette gestikuliert während eines Gesprächs.
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Die SPÖ stellt mehr Nationalratsabgeordnete, aber bei den feministischen Tabubrüchen ist die ÖVP weit vorne.

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Grete Rehor, die erste Bundesministerin der Republik: Die Wienerin war Sozialministerin in der ÖVP-Alleinregierung unter Josef Klaus (1966 bis 1970).

Marga Hubinek, erstes weibliches Mitglied des Nationalratspräsidiums (1986 bis 1990): Die erste Nationalratspräsidentin stellte die SPÖ in der Person von Barbara Prammer (2006 bis 2014).

Maria Schaumayer, erste Präsidentin der Nationalbank (1990 bis 1995): Unter Schwarz-Blau I war sie ab 2000 dann Regierungsbeauftragte für die Entschädigung der NS-Zwangsarbeiter.

Waltraud Klasnic, erste Landeshauptfrau: Nach dem Rücktritt von Josef Krainer jun. wurde sie am 23. Jänner 1996 zur Landeshauptfrau der Steiermark gewählt und blieb bis 2005 im Amt. Erst 2004 zog die SPÖ gleich: In Salzburg wurde Gabi Burgstaller Landeshauptfrau.

Hilde Zach, erste Bürgermeisterin einer Landeshaupstadt: Die „wilde Hilde“ (so ihr Spitzname) war von 2002 bis 2010 Bürgermeisterin von Innsbruck – zwar nicht direkt für die ÖVP, aber für die VP-nahe Liste „Für Innsbruck“.

Benita Ferrero-Waldner (Foto), Präsidentschaftskandidatin 2004: Vor ihr hatten sich schon fünf Frauen um das höchste Amt im Staat beworben, aber Ferrero-Waldner war die erste Kandidatin aus einer der zwei einstigen Großparteien.

Die erste Ministerin, die erste Nationalbankpräsidentin und seit Kurzem die erste Landeshauptfrau mit absoluter Mehrheit: In der Volkspartei machen Frauen oft leichter Karriere als bei den feministisch bewegten Sozialdemokraten. Woran liegt das bloß? Lesen Sie den Text von Rosemarie Schwaiger im aktuellen profil.

Rosemarie Schwaiger